Rede von Dorothea (Friedenstrommlerin)

Ostermarsch 2017  15. April 2017

 

 

 

 

Liebe Ostermarschierer!

Gut, dass Ihr gekommen seid. Ich bin froh darüber. Denn gerade in einer Zeit, in der sich Konflikte zuspitzen, müssen wir raus auf die Straße, um Dinge, die im Argen liegen, in aller Öffentlichkeit anprangern und uns - für alle sichtbar - für den Frieden einzusetzen.

Zur Einstimmung beginne ich mit einem Buchtext des amerikanischen Pulitzer-Preis-Kandidaten Eric Schlosser. Er beleuchtet ganz nüchtern die Erwägungen von Militärstrategen der US Airforce im Kalten Krieg. 1955:

 

Der Kampfpilot würde die Genie abfeuern. Das Raketentriebwerk würde rund zwei Sekunden brennen und die Rakete würde mit dreifacher Schallgeschwindigkeit auf das Ziel zuschießen. Sobald der Zeitschalter bei null stand, würde der Nuklearsprengkopf der Genie explodieren. Der Feuerball würde jedes Flugzeug im Umkreis von hundert Metern zerstören, die Detonationswelle schwere Schäden in einem riesigen Umkreis anrichten. Für die feindliche Sowjetbesatzung wäre dabei die tödlichste Gefahr die Strahlung, die bei der Explosion freigesetzt würde. Die Genie-Rakete … hatte einen „Todesradius“ von anderthalb Kilometern, die „Tötungswahrscheinlichkeit“ lag bei 92 Prozent. Bis zum Strahlentod der sowjetischen Besatzung konnten jedoch noch fast fünf Minuten vergehen, weshalb es durchaus erforderlich war, die Genie möglichst weit weg von besiedeltem Gebiet einzusetzen …

Welche Katastrophe dabei über die Wohnbevölkerung kommen würde, wird hier nicht weiter ausgeführt; der Text konzentriert sich auf Nuklearunfälle an amerikanischen Militärstandorten. Wir wissen allerdings, dass der Plutonium-Gefechtskopf der Genie auf 1,5 kt Sprengkraft ausgelegt war, auf ein Zehntel der Hiroshima-Bombe1). Es ist unfassbar: Ein Gefechtskopf so geringer Größe hätte bereits zehntausende Leben auslöschen können. Von Menschen, die zufällig im Einzugsbereich der Kampfstätte wohnten.

 

Im Zuge der Modernisierung wurde die Genie in den 1980er Jahren gegen neue Plutoniumwaffen ausgetauscht, selbstverständlich noch um ein Vielfaches schlagkräftiger. Die US-Militärstrategen sind nie müde geworden, mit ihrem Arsenal an Wasserstoffbomben in ungeahnte Dimensionen der Vernichtung vorzudringen.

 

Auch bei uns in Deutschland lagern noch Atomwaffen dieser Kategorie. Im deutschen Fliegerhorst Büchel sind zwanzig Atomsprengköpfe untergebracht. Und zwar zur allzeitigen Verfügung der US-Militärs, die mit der Bundeswehr eine Vereinbarung getroffen haben: Im Ernstfall sollen deutsche Tornados mit deutscher Besatzung die Raketen zum Einsatzort bringen und abfeuern. Mich gruselt es bei dem Gedanken.

 

Aber es geht ja noch weiter. Atomtechnologie ist keineswegs sicher beherrschbar. Schon kleinste Versehen, Pannen oder auch Verständigungsschwierigkeiten können schlimmste Folgen zeitigen. Die technischen Abläufe bei Handhabung, Lagerung, Wartung und Einsatz von Nuklearwaffen sind unvorstellbar komplex. Sie erfordern Befehlsstrukturen, bei denen es schlichtweg unmöglich ist, bei einem feindlichen Angriff rechtzeitig zu reagieren. Das bedeutet: Die Atomtechnologie zwingt beide gegnerischen Seiten, sich auf den Erstschlag vorzubereiten! Den Erstschlag! Mit allen Voraussetzungen zum Overkill, damit dem getroffenen Gegner ein effektives Zurückschlagen nicht möglich ist. Ein solcher Ansatz kann nur auf die vollständige Vernichtung der Gegenseite hinauslaufen. Und es gibt keine Macht der Welt, die in einem solchen Moment verhindern kann, dass durch das nukleare Inferno Länder in der Nachbarschaft gleich mit ausgelöscht werden. Bei einem Schlagabtausch USA/Russland wäre auch Deutschland der Vernichtung geweiht.

Bestimmt gibt es hier auf dem Platz noch Leute, die sich an unsere großen Abrüstungs-demonstrationen der 1980er Jahre erinnern. Damals haben wir uns vehement für Systeme friedlicher Koexistenz eingesetzt. Wir hatten Erfolg. USA und Sowjetunion verhandelten miteinander und schlossen Verträge ab, die bis heute gehalten haben: 1987 den INF-Vertrag gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen und 1991 den START-Vertrag, der den Großteil der Interkontinentalraketen ins Abseits verbannte und die Zahl der Atomsprengköpfe reduzierte. 2010 gab es mit dem New START-Vertrag eine Verlängerung.

Inzwischen sind wir erneut gefordert zu reagieren, denn der neue Präsident der USA hat sich gegen die bilateralen Abrüstungsverträge mit Russland gewandt. Die Atomzeituhr zur Warnung der Menschheit, die seit 1947 von besorgten Wissenschaftlern immer wieder neu eingestellt wird, ist auf zwei Minuten vor Zwölf vorgerückt.

 

Wir müssen jederzeit damit rechnen, dass Donald Trump, wie gerade geschehen, wieder und wieder ohne internationale Verabredung zuschlägt. Ungewiss bleibt nur, wie schnell eine Auseinandersetzung eskaliert. Wir haben Anlass zu äußerster Sorge, wenn NATO-Truppen in Richtung Osten vorrücken oder neue Waffen in unserem Land eingeführt werden.

Ramstein, auch wieder ein deutscher Ort, ist zum Ausgangspunkt von Kriegshandlungen in Nahost geworden. In Ramstein erfolgt die Aufklärungsarbeit für US-amerikanische Drohnenmorde. Das können wir nicht dulden, ebenso wie direkte Auslandseinsätze der Bundeswehr. Wir verurteilen deutsche Rüstungsproduktion und die unvermindert stattfindenden Waffenlieferungen an kriegführende und diktatorische Regime. Die Verbrüderung mit reaktionären Kräften, mit autoritären und gewaltbereiten Staatsführungen darf in der Politik unseres Landes nicht salonfähig werden. Werbung für die Bundeswehr an Schulen ist zu unterbinden, und wir sind alle gehalten, faschistischem und nationalistischem Gedankengut entgegenzutreten.

 

Augenblicklich stehen wir vor immensen innerstaatlichen Herausforderungen, denn wir sind mit einer starken Zuwanderung von Flüchtlingen konfrontiert. Überdies gibt es in Afrika 20 Millionen akut vom Hungertod bedrohte Menschen (20 Millionen!). Wir sollten dringend darüber nachdenken, was wir, was unsere Zivilisation im globalen Gefüge falsch gemacht hat.

Wir sollten dazu einmal unseren Blick auf die Weltordnung richten, die eine Handvoll international operierender Konzerne im Zuge der Globalisierung geschaffen hat. Die Ordnung dieser Transnationalen Konzerne beruht auf dem Prinzip des Neoliberalismus. Der ist auf schnellen Gewinn ausgerichtet und absolut rücksichtslos: Wer ins Schlingern gerät, hat schon verloren. Und da es nur Gewinner und Verlierer gibt, geht der Verlierer unter. Die Transnationalen Konzerne schwärmen in die Länder des Südens aus und setzen sich dort fest. Dabei nutzen sie (von Machtinteressen oder vom Klimawandel befeuerte) Konflikte und schüren Auseinandersetzungen bis hin zu Kriegen, um sich dauerhaft Macht und Einfluss zu sichern. Für ihr Geschäft plündern sie die Fischgründe und reißen ganze Landstriche an sich, um Böden und Bodenschätze auszubeuten. Sie holzen Wälder ab, legen Monokulturen an, errichten Staudämme zur Stromversorgung ihrer Großbetriebe und drängen die Bevölkerung ab in unwirtliche Gebiete oder in die Slums der großen Städte. Und die Unerschütterlichen unter den Einheimischen, denen es doch irgendwie gelingt, sich zum Überleben etwas aufzubauen? Auch sie  werden um ihre Hoffnungen beraubt. Dafür sorgen manipuliertes Saatgut der Weltkonzerne oder unfaire Handelsabkommen.

 

Die Transnationalen Konzerne haben heute mehr als 50 % ihrer Beschäftigten im Ausland. Sie nutzen die lächerlich niedrigen Löhne in der Peripherie aus, um Profit zu machen, und transferieren diese Profite in die Staaten des Westens -oder aber in eines der Steuerparadiese. Im Zuge des Panama-Skandals wurde aufgedeckt, dass in einem einzigen Hochhaus 114.000 Briefkastenfirmen ansässig sind. Viele dieser Firmen zur Steuerhinterziehung sind Ableger der Deutschen Bank und anderer deutscher Banken und sonstiger wohlbekannter Großunternehmen.

 

Und während im Süden Landzerstörung und fortschreitender Klimawandel zu sozialen Verwerfungen, Unruhen, Flucht und Vertreibung geführt haben, entwickeln unsere EU-Staaten immer effektivere Maßnahmen zur Gettoisierung oder physischen Abwehr von Flüchtenden. Die Flüchtlingslager jenseits der etablierten EU-Staaten versinken in Schlamm und Elend. Ein Großteil der EU-Zuschüsse ist an NATO-Partner Türkei gegangen, ein Teil ist noch nicht freigegeben. Die Not der Entwurzelten wächst stetig.

Und während Menschen sterben und Großkonzerne in den Ländern des Südens Zusatzprofite in Milliardenhöhe machen, steigt bei vielen von uns die Furcht, wegen des Flüchtlingsandrangs könne es für uns selbst nicht mehr reichen. Doch es könnte für uns alle reichen, wenn wir uns nur nicht der lebensfeindlichen Ideologie des Neoliberalismus unterwerfen würden, die den Staat nötigt, die „Schwarze Null“ zum Mantra zu erheben, statt in eine menschengerechte Zukunft für alle zu investieren. Austerität ist für einen Staat der falsche Weg. Ein Staat ist kein Kapitalunternehmen, das sein Überleben von heute auf morgen sichern will. Der Staat hat Verantwortung für die Menschen, und die ist langfristig.

 

Dazu gehört eine Politik, die den Menschen in ihren Bedürfnissen gerecht wird und in ihre Versorgung investiert, statt Superreiche vor Abgaben zu verschonen, damit sie sich in volkswirtschaftlich nutzlosem Konsum ergehen können2).

Wir, die Menschen, die nicht zur Clique der Superreichen gehören, müssen in eine Welt der Solidarität zurückfinden. In eine Welt, in der Menschen anderen Menschen ein Leben in Würde zubilligen, in der miteinander reden unendlich viel höher eingeschätzt wird als kämpfen. Wir sollten uns für ein Leben einsetzen, das im Einklang mit unserer Erde steht, das Zerstörung und Grausamkeit ächtet, das auch Tieren die Achtung nicht versagt und das unseren Planeten schonend nutzt.

Dafür lohnt es sich, den Ostermarsch anzutreten. Ich wünsche uns einen guten Weg.

 

1) Autor der beschriebenen Szene ist Eric Schlosser, ein Pulitzer-Preis-Kandidat und allem Augenschein nach auch ein patriotischer US-Amerikaner. Er ging mit bewundernswerter Akribie der Frage nach, wie sicher oder unsicher amerikanische Nuklearwaffen sind. Das Ergebnis veröffentlichte er in einem umfangreichen Buch: Eric Schlosser, Command and Control, Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion der Sicherheit. Eine wahre Geschichte, C.H.Beck-Verlag 2013.

2) Conrad Schuhler, Die große Flucht. Ursachen, Hintergründe, Konsequenzen, PapyRossa Verlag, Köln 2016/17.

 

 

Rede von Ludwig (Diakon, Betriebsseelsorge, Friedenstrommler)

Ostermarsch 2017  15. April 2017

  

 

Persönliche Solidarität und Kritik der Verhältnisse

 

Wir sind unterwegs und jeder Tag fordert uns persönlich. Für einen Menschen ist es leicht, für den anderen schwer, den Tag gut zu bewältigen.

Angesichts mancher persönlicher Belastungen werden uns täglich in Windeseile erschreckende Menschenverletzungen vor Augen gestellt und gleichsam unserer Seele eingebrannt.

Dabei finden kleine Gewaltaktionen und große politische Strategien gleichzeitig statt. Wir könnten von beiden eine Liste aufmachen. Jeder Mensch könnte das tun. Dafür brauchen wir keine Soziologen als Wissenschaftler. 

Ich meine: Die Verwerfungen in den kleinen wie in den globalen Bezügen sind gewaltig und sie häufen sich. Alle Ebenen des gesellschaftlichen Miteinanders sollten untersucht werden.

Dazu stellen sich Fragen an uns: Wie erlebe ich Gewalttat und Menschenverachtung aus der Nähe, wie aus der Ferne? Das macht große Unterschiede, was ein Beispiel zeigen kann:

Es gibt Menschen, die schärfen unseren Sinn für Menschenwürde und Gerechtigkeit durch riskante Reisen an Tatorte von Gewalt und Tod; und sie berichten darüber. 

Ein solch beherzter Mensch ist für mich Andreas Knapp aus Leipzig, der mit einem irakischen Nachbarn und christlichen Freund kurzfristig zur Beerdigungsfeier seines Vaters in eine Stadt im Norden des Irak, in das Kurdengebiet, geflogen ist.

Andreas blieb einige Wochen und erforschte über Interviews die soziale Lage und die historische Entwicklung. Die Berichte von seinen Besuchen, in einem Buch veröffentlicht, gehen unter die Haut und regen zu einem Engagement für ein gutes Miteinander in Deutschland an. Ein anderer Bekannter, ein Italiener, ist zur Zeit im Irak; er will dort an einem Friedensmarsch teilnehmen, der von dortigen Gruppierungen der Jesiden, Christen und Muslime gemeinsam stattfinden soll.

Doch trotz dieser Zeugnisse von einzelnen mutigen Menschen bleiben die vielfach unbeantworteten Fragen zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung im Irak und in Syrien:

- Was hätte sich anders entwickelt, gäbe es nicht das schwarze Gold, das Erdöl im Nahen Osten?

- Was hätte sich anders entwickelt, ohne die Begehrlichkeiten unserer Länder des Westens?

- Was hätte sich anders entwickelt, wenn nicht in einigen Ländern ein religiöses Bekenntnis mit totalitärer politischer Herrschaft verbunden worden wäre?

Unsere Erkenntnisse aus den Entwicklungen erfordern Antworten für ein Umdenken, für verantwortliches Handeln und zu einem Verzicht auf allen Ebenen in unseren vermögenden Ländern. Wer ist bereit zu verzichten? Wer setzt Verzicht politisch um? Wie sonst soll es einen Ausgleich geben? - Eine höhere Besteuerung der Reichen wäre wenigstens ein Hebel zu etwas mehr Gerechtigkeit.

Deswegen gehen wir auf die Straßen und müssen wir immer wieder protestieren, auch gegen Strategien der wirtschaftlichen Interessen von Landraub und Landkauf.

Deswegen verweise ich auf die Abhängigkeiten von Herren und Knechten, die mit zweifelhaften Freihandelsabkommen untermauert werden sollen.

Deswegen verwerfe ich eine Religion, die für politische Herrschaft und Unterdrückung missbraucht wird.

Eine ungerechte Weltwirtschaft, eine Politik der Vorherrschaft, eine Religion der Unterdrückung, welcher Couleur auch immer, muss entschieden abgelehnt werden.

Wer fragt denn schon nach den konkreten Arbeitsverhältnissen in den so genannten Krisenländern?!

Wer fragt denn schon, wie hier und dort ein regionales Produzieren und Wirtschaften gefördert werden kann?!

Wer fragt denn schon, wo Minderheiten ihre religiösen Traditionen und Bräuche frei pflegen können und wo nicht?!

Viele unter uns, die gesättigt sind, sind blind und laufen oberflächlichen Meinungen hinterher.

Ich meine, es reicht nicht aus, sich kurzfristig auf die Seite einer Großmacht zu schlagen.

Ich meine auch, dass es niemals gerechtfertigt sein kann, Verständnis für ein Töten als Racheakt oder Verständnis für eine präventive Militäraktion mit vielen Toten zu haben.

Erheben wir unsere Stimme gegen alle, die mit Diktatoren klüngeln, gehen wir doch neue Schritte für ein solidarisches Miteinander! Wir sind hier doch frei neue Bekanntschaften zu knüpfen!

Befreunden wir uns doch mit Menschen und Gruppierungen, die Werte des Miteinanders hoch halten. - Menschen, die neu zu uns gekommen sind und leben wollen, sie warten darauf. Danke.

 

Rede  von Reiner (Attac)

Ostermarsch 15. April 2017

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rede von Karl-Ernst Aulbach (Friedenstrommler)

Fukushima-Mahnwache 11.März 2017

 

 

 

 

Erster Teil

Am 11. März 2011 - 25 Jahre nach dem Super-Gau von Tschernobyl - beginnt im japanischen AKW Fukushima Daiichi ein weiterer Super-Gau. Die Atomkatastrophe dauert bis heute an, mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen ungeahnten Ausmaßes.

Wie sicherlich die meisten von uns noch wissen, wurde damals nach Tschernobyl unsere Bevölkerung dahingehend beruhigt, indem uns versichert wurde, dass die veralteten maroden osteuropäischen Meiler mit unseren sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand befindlichen AKWs nicht zu vergleichen seien und so etwas mit größter Wahrscheinlichkeit nicht geschehen könne.

Was ist die Antwort auf diese Lüge:

Ein nicht marodes osteuropäisches, sondern ein technisch modernes japanisches AKW fliegt in die Luft. Und das ist sogar wörtlich gemeint. Haben wir nicht noch die immer wieder gezeigten Bilder des explodierenden AKW Fukushima Daiichi vor Augen.

Wir wurden und werden seit Beginn der sogenannten, ich wiederhole- sogenannten friedlichen Atomkraftnutzung systematisch von der Atomlobby und der ihr angeschlossenen Politikerkaste betrogen und belogen.

Wenn was passiert, sind wir, die gesamte Bevölkerung am „drannsten“. Und es muss gar nichts Dramatisches passieren. Schon im Normalbetrieb geben Atomkraftwerke radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Die von ihnen ausgehende Strahlung ist schon in geringen Dosen gesundheitsschädlich. Die Krebsrate bei Kindern ist im Umkreis von Atomkraftwerken deutlich erhöht.

Man sollte einmal eine Umfrage starten unter Atommanagern und Politikern, wie viele von diesen in der Nähe von Atomkraftwerken ihren privaten Wohnsitz haben. Ich glaube schon die Antwort zu wissen.

 

Zweiter  Teil

Anlässlich des heutigen 6. Jahrestages der Katastrophe von Fukushima organisie-ren Atomkraftgegnerinnen und – gegner in etwa 90 Städten in Deutschland Mahn-wachen, Demonstrationen und Infoveranstaltungen.

So wie bei uns hier in Aschaffenburg und in Kahl am Main.

„Auch sechs Jahre nach dem Beginn der Fukushimakatastrophe“, so Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“, „ist Deutschland nach Frankreich zweitgrößter Produzent von Atomstrom in der EU. Der angekündigte Ausstieg kommt viel zu langsam voran, denn die deutschen AKW werden immer älter und störanfälliger. Ein Super-Gau mit verheerenden Folgen ist auch bei uns jeden Tag möglich.

Hatten die Menschen in Japan noch Glück im Unglück, weil der Wind einen Großteil der strahlenden Wolke auf den Pazifik hinaus wehte, so können wir hierzulande nicht darauf hoffen. Denn die acht noch laufenden Reaktoren in Deutschland liegen bis auf eine Ausnahme nicht in Meeresnähe.

Für die Stromversorgung werden die Atomkraftwerke in Deutschland nicht mehr benötigt. Der einzige Zweck des geplanten Weiterbetriebes bis 2022 ist es, den Energieunternehmen noch einige Milliarden Euro in die Taschen zu spülen.  Dafür das weiter steigende Risiko eines schweren Unfalls in Kauf zu nehmen, ist nicht zu verantworten.“

Ich möchte Jochen Stay noch ergänzen. Es ist ein Verbrechen, wegen der privaten Gewinnmaximierung diese Risiken in unseren dichtest besiedelten Land zu tragen.

Wir fordern die schnellstmögliche Abschaltung aller AKWs in Deutschland und anderswo.

ABSCHALTEN-ABSCHALTEN-ABSCHALTEN

 

 

 

Rede von Karl-Ernst (Friedenstrommer)

am Antikriegstag 1. Sept. 2016 in Aschaffenburg

 

 

 

Meine Rede zum Anti-Kriegstag am 1. September 2016 in Aschaffenburg

Liebe Anwesende, liebe Friedenfreundinnen und – freunde,

Papst Franziskus traf vor knapp einem Jahr 7000 Schulkinder in Rom bei einem Friedensprojekt mit Namen „Friedensfabrik“.

Ein Junge aus Ägypten fragte den Papst, warum nicht mehr für Einwan-derer-Kinder getan werde. Papst Franziskus antwortete: „Man kann die Frage auch größer machen“. Er nannte Krieg als Hauptursache für Flucht und Migration. Die weitere Frage an ihn: “Warum wollen so viele Regierende nicht den Frieden?“ Seine Antwort: „Es ist die Waffenindustrie – das ist schwerwiegend. Einige Mächtige verdienen mit den „Fabriken der Waffen“ und verkaufen Waffen an verfeindete Länder. Das ist die „Industrie des Todes“, so der Papst.

Die „Industrie des Todes“ arbeitet und produziert im Akkord – in Deutschland. Die Auftragsbücher sind voll, die staatlichen Genehmigungen liegen sicherlich bereit. In Bayern konzentrieren sich die Rüstungsbetriebe, besonders vom Bodensee aus werden die Kriege und Bürgerkriege in aller Welt mit Waffen gefüttert und genährt.

Für die Waffen-Ausfuhrgenehmigungen zuständig ist Wirtschaftsminister Gabriel, auch Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzender.

Doch jetzt kommt s dicke: Deutsche Rüstungsexporte – ein Wortbruch ohne Ende!

Dieser Herr Gabriel hat vor den Bundestagswahlen verkündet: Als Bundeswirtschaftsminister werde er den deutschen Waffenexport restriktiver handhaben und sich dafür einsetzen, Waffenlieferungen an menschenrechtsverletzende Staaten zu stoppen.

Meine lieben Zuhörer:  - Dies ist alles erstunken und erlogen.

Der vor kurzem veröffentlichte Rüstungsexportbericht 2015 verzeichnet eine Verdopplung, ich wiederhole – eine Verdopplung deutscher Waffenexporte.

Die Einzelgenehmigungen haben sich in der Tat von 3,9 Milliarden Euro in 2014 auf 7,8 Milliarden Euro verdoppelt. Hinzu kommen Sammelausfuhren, die sich ebenfalls verdoppelt haben, auf knapp 5 Milliarden Euro. Insgesamt also Ausfuhrgenehmigungen von 12,8 Milliarden Euro – ein absoluter Rekord in der deutschen Historie.

Doch das Desaster besteht nicht nur in der absoluten Höhe des Exportvolumen, sondern auch darin, dass die Empfängerländer deutscher Kriegswaffen weiterhin auch in führender Position Staaten sind, in denen schwerste Menschenrechtsverletzungen stattfinden oder die sich im Kriegszustand befinden, etwa Katar oder Saudi-Arabien. Auch hierin hat Gabriel die Öffentlichkeit, also uns, getäuscht.

Es ist ein Wortbruch ohne Ende.

Deutsche Waffen, deutsches Geld – morden mit in aller Welt. – Wiederholen

Liebe Friedensfreunde,

Überall auf der Welt, in allen Kriegen und Bürgerkriegen, verrichten deutsche Waffen ihr mörderisches Tun. Es kommt sogar so weit, dass deutsche Waffen auf deutsche Waffen schießen, wie jetzt in Syrien.

Das Grauen im Nahen Osten, insbesondere in Syrien, nimmt kein Ende. Es wird immer schlimmer. Der Kriegstreiber Türkei, im syrischen Bürgerkrieg vielfältig involviert mit verdeckter Unterstützung des IS, agiert nach dem Motto „Der Feind meines Feindes (Assad) ist mein Freund. Der Sultan vom Bosporus beteiligt sich jetzt mit Bodentruppen am mörderischen Tun. Vorgeblich will der den IS bekämpfen, in Wirklichkeit geht er gegen die Kurden in Nordsyrien vor. Ausgerechnet gegen die einzige Gruppe, dabei sowohl Männer wie Frauen, die den IS wirkungsvoll und erfolgreich zurückgedrängt haben. Die Kurden wurden und werden vom selbsternannten Sultan zum Feindbild erklärt und erbarmungslos ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung verfolgt und bekämpft.

Wir protestieren hier und heute entschieden gegen die Unterdrückung der kurdischen Bevölkerung in der Türkei und gegen die Militärintervention in Nordsyrien.

Wir fordern für das kurdische Volk, willkürlich nach dem ersten Weltkrieg von den Siegermächten England und Frankreich geteilt und seitdem ver-folgt und gedemütigt, in Selbstbestimmung eine weitest gehende Auto-nomie oder sogar ein eigenen Staatgebilde.

Dies gilt im Übrigen auch für das palästinensische Volk, über deren Unter-drückung wir in unseren Nachrichten zur Zeit nichts hören.

 

Unsere Forderungen zu mehr Gerechtigkeit, Solidarität und Frieden in der Welt und bei uns:

●       Umfassende Friedenskonferenzen statt die Fortsetzung des Kriegs

●       Nationale Aussöhnung statt Zerstückelung des Nahen Ostens        

●       Völkerverständigung mit unseren Nachbarn statt Hetze und Wieder-

         holung des Kalten Krieges

●       Auflösung der NATO als gefährlichstes Militärbündnis der Welt, einst geschaffen als Verteidigungsbündnis

●       Fluchtursachen verhindern, also Waffenexporte verbieten

●       Integration statt Diskriminierung von Flüchtlingen

Wir kämpfen – nein nein nein – wir machen weiter und träumen von einer besseren Welt. Eine bessere Welt ist möglich, wenn alle Friedliebenden sich zusammenschließen.

Ich danke Ihnen und euch für euer Kommen und euer Zuhören.

 

 

Rede von Ludwig (Friedenstrommler und Diakon)

auf dem Ostermarsch 2016 in Aschaffenburg


 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Friedensbegeisterte, Ein herzliches Willkommen. Der Weg von todbringenden Ereignissen zu einem neuen Aufleben passt für mich sehr gut zwischen Karfreitag und Ostersonntag. Was soll zu unserer Friedenshoffnung, zu unserer Sehnsucht gesagt werden? - Wenn nicht jetzt, wann dann? - Das ist eine guter Merksatz angesichts der aktuellen Weltlage: „Wenn nicht jetzt …?“ könnte von ängstlichen Leuten folgendermaßen verdreht werden: Wenn nicht jetzt, wann dann? - verstummen und den Mund halten. Wenn nicht jetzt, wann dann? - sich in eine private heile kleine Welt zurückziehen. Wenn nicht jetzt, wann dann? - Hilfe für Notleidende verweigern Wenn nicht jetzt, wann dann? - die eigenen Finanzen ins Trockene bringen. Wenn nicht jetzt, wann dann? - meine eigene Schuld und mein Leid unterdrücken. So reagieren leider viele Menschen in unserem Land. Auch wir sind manchmal in Gefahr zu resignieren angesichts vielfältiger Problemlagen. Liebe Friedensfreunde, das sollte aber nicht unsere Haltung und auch nicht unser Weg sein, sondern: Jetzt eine mutige Aussprache finden, Jetzt und weiterhin mit Menschen anderer Herkunft und Einstellung zusammentun, für neue und kreative Schritte des Friedens, Jetzt mich von einer Not ergreifen lassen und nach meinen Möglichkeiten gutes Tun, Jetzt die eigenen Finanzen anschauen und etwas gegen ungerechten Finanzmachenschaften agieren, Jetzt das eigene und fremde Leid und die Schuld anschauen und verändern. Wir wissen, dass wir nichts den politischen Entscheidern und Wirtschaftsstrategen alleine überlassen können. - Ich sage: Machtstrategien sind die eine Seite einer Medaille, doch Moral, Ehik, Verantwortung für mehr Gerechtigkeit die andere und bessere Seite! Ein Ärgernis für mich ist immer wieder, dass wir wochenlang mit Meldungen gefangen genommen werden, auf die wir wenig Einfluss haben. Meldungen alleine über Konflikte und Kriege, Meldungen alleine über die Defizite von Politik, Meldungen alleine über die wirtschaftliche Herrschaft und Ungleichheit fördern die Resignation von vielen. Doch folgende neue Meldungen und andere Meldungen könnten uns Auftrieb und Hoffnung geben: - Es ist da und dort gelungen, die Waffen niederzulegen, - Es ist da und dort gelungen, trotz alledem sich zu versöhnen, - Es ist da und dort gelungen, Reichtümer besser zu verteilen, - Es ist da und dort gelungen, einen gerechteren Handel mit mehr Fairness zu betreiben. Es gibt gute Beispiele, sie werden nur wenig benannt. Aus meinem Arbeitsfeld in der Diözese Würzburg kenne ich hoffnungvolle Partnerschaften mit Tanzania, Brasilien und Projekte mit Bolivien und Kolumbien. Auf der großen politische Ebene wird es naturgemäß schwerer, doch es kommt für mich auf die Entschiedenheit für Frieden und Gerechtigkeit in der ganzen Bevölkerung an. Wenn wir damit neu beginnen wollen, brauchen wir auch den Mut zum Risiko und die Kraft für den guten Einsatz. Diesen können wir auch erbitten. Glück auf, gehen wir gemeinsam den Weg neuer Friedenstaten.

Ich danke Euch.

 

Rede von Bernhard (Friedenstrommler)

auf dem Ostermarsch 2016 in Aschaffenburg

 

 

 

                                               

-1-

 Moin, Moin

 

bald ist wieder Hamburg bei uns zu Gast.

Aber jetzt werden erst mal manche Landtagseier umgefärbt.

Blau als Alternative zu den Traditionsfarben.

 

Was war das für eine Überraschung vor drei Wochen !

Da schlugs aber 13 ! Ein Schock für die elitär etablierten Machtinhaber.

 

Im Nebel auf Sicht fahren, Meuterei unter der eigenen Crew und dann

noch starker Gegenwind.   Da kam Unruhe auf :

„Alle hören auf mein Kommando. Kurs halten. Nach rechts steuern.

Kompass über Bord und Ziel ändern. Ankern, Segel setzen.

Den Käpten ans Ruder binden, oder über Bord gehen lassen“.

 

Mann oh Mann, der Wahlabend war spannender als die Meuterei auf der Bounty.

 

Die politische und demokratische Kompetenz ist scheinbar der Gurkentruppe im Saustall ( übrigens keine Stammtischparolen, sondern parlamentarisches Vokabular) schon längst abhanden gekommen. Wen wunderts?

 

Man redet nicht mehr miteinander, sondern übereinander oder durcheinander.

Ab und zu im Parlament, aber bevorzugt in Talkshows.

Daher wahrscheinlich die GEZ- Zwangsabgabe.

(Wenn mer scho bezahlt ham, muss mer de Fernseher ach oischalte.

Freiwillisch würd mer do druff doch verzichte.)

 

Bürger mit ihren Sorgen sollen halt einfach das Maul halten. Dieses Pack.

Aber die besorgten Bürger haben´s den Parteien besorgt !

 

Wie konnte das geschehen ?

„ Das Thema ist noch keiner abschließend zufriedenstellenden Lösung zugeführt worden“ wurde angemerkelt.

 

Klar ist doch, dass Ignoranz, Abgrenzung und Stigmatisierung zu Trotzreaktionen führen und rechtsextreme und völkische Tendenzen fördern.

 

-2-

 

Was zur Zeit deutlich wird :

Die Menschen erkennen die Arroganz der Macht und gerade da braucht die Gesellschaft Vielfalt und keine braune Einfältigkeit.

Demokratie braucht gerade jetzt Menschen, die sie mit Leben füllen.

Keine Mitläufer- egal für welche Seite.

 

Zivilgesellschaftliche Courage braucht Mut, keine Angst.

Die Sturheit und Realitätsverweigerung unserer Politikerelite ist doch ein Anzeichen dafür, wie machtlos das Volk eigentlich sind.

 

„ALLE MACHT GEHT VOM VOLKE AUS.“ Artikel 20 Grundgesetz.

 

Warum merke ich davon überhaupt nichts?

Wieso werden Beschlüsse gefasst, mit denen die Mehrheit des Volkes nicht einverstanden sind ?

Wieso am Parlament vorbei oder unter Parlamentsdisziplin?

Wieso unter strengster Geheimhaltung?

Wieso wird festgelegt, was wir wissen dürfen, oder eben nicht?

Woher die Angst vor dem mündigen Bürger?                                                  Es ist die Angst vor der Wahrheit der eigenen Handlungsunfähigkeit oder der Handlungsabsichten, die im Verborgenen bleiben sollen.

 

Unsere westlichen Vorzeigedemokratien, die ( gerne auch mit Waffengewalt)

exportiert werden, vertreten hauptsächlich die Interessen der Industrie und der Banken. Der daraus generierte (Schein)wohlstand wird uns als höchstes Gut demokratischer Freiheit verkauft. Ein alternativloses WEITER SO -

bis die Wohlfühlblase platzt und die Stimmung wirklich umkippt.

 

Wachstum, Wachstum über alles ist zu einem Mantra, zu einer Art Ersatzreligion geworden.

 

Da werden schon mal Menschenrechte und moralische Bedenken über Bord geworfen- Wahlversprechen sowieso.

 

So hat erst kürzlich Siechmar Gabriel am 14. März neue Waffenexporte genehmigt. Anstatt der(Wahl-) versprochenen Halbierung hat er sie verdoppelt.

Die Waffenindustrie wird’s ihm danken – am besten mit einer Kiste Molotow-

cocktails.

 

-3-

 

Hubschrauber für Saudi Arabien, Gewehre und Pistolen für den Oman.

Die Rüstungsindustrie hat neue Milliardengeschäfte abgeschlossen.

Genehmigt hat sie die Bundesregierung. Partystimmung ist angesagt!

 

Die Bundeswehr flog Anfang Januar bis Ende Februar allein 134 Tornado-

einsätze. Die Aufklärungsdaten werden an 19 Länder abgegeben- mit dem

Vermerk: „Nur für Anti-IS-Operationen“ :-)

Darunter sind auch autoritäre Länder wie Saudi-Arabien, Katar und die

Vereinigten Arabischen Emirate.

Auch die Türkei hat Zugriff auf die Informationen, die in Syrien und im eigenen Land Kurden bekämpft.

Teil des gerade beschlossenen Flüchtling-Pakts ???

Die Türkei ist von Repressionen und Bürgerkrieg gekennzeichnet und mit dieser Türkei schließt man einen Pakt ! So sieht Menschenhandel 2016 aus.

 

Früher hieß es mal :“Von Deutschland darf nie wieder Krieg ausgehen!“

Heute.“ Ohne Deutschland darf kein Krieg ausgehen!“

 

ER GEHT VON DEUTSCHLAND AUS !

 

Im Herzen Deutschlands, der Pfalz, in Ramstein unterhalten die USA den größten Militärstützpunkt außerhalb ihres Landes.

Über Ramstein läuft der Drohnenkrieg der USA.

Der Weiße-Haus-Chef hat nicht nur die üblen Kriege im Irak und in Afghanistan von seinen Vorgängern geerbt, sondern auch den verdeckten

Drohnenkrieg.

Den hat er zum wichtigsten Mittel im sogenannten „globalen Krieg gegen den Terror“ erklärt und ihn von Afghanistan über Pakistan, den Irak, in den Jemen und nach Somalia ausgeweitet.

 

Die Zentrale für die Lenkung der Drohnen liegt mitten in Deutschland .

Die Operatoren in Nevada und Ramstein wissen gar nicht, wen sie da in

entlegenen Stammesgebieten töten.

Die gehen bei ihrem blutigen Geschäft nach Daumenpeilung vor.

Drohnentote aus Versehen nennt man Kollateralschäden.

 

Ich nenne das staatlich angeordneten und von Deutschland geduldeten Mord durch gut besoldete Drohnenattentäter.

 

-4-

 

Terroranschläge gegen Zivilisten aus dem Hinterhalt und ohne Vorwarnung.

Die Killerdrohnen töten im Schnitt 10 Unschuldige pro „ Zielperson“.

 Die Zielpersonen werden ohne Prozess nach Listen vom CIA und US-Militär-

diensten ausgewählt.

 

Die Tötung eines „Verdächtigen“ ohne Anklagebeweise, Gerichtsverfahren

und Urteil mit Hilfe einer Drohne außerhalb eines bewaffneten Konflikts

kann, wenn die Bundesregierung davon weiß und nicht dagegen protestiert,

Beteiligter an einem völkerrechtswidrigen Delikt sein.

 

Und die Bundesregierung weiß davon !

Drohnen können alle Mobiltelefone in der Umgebung bis auf einen Meter genau

orten und gezielte Tötungen durchführen. Der BND gibt dazu Handynummern

an US-Geheimdienste weiter.

 

Die Bundesregierung muss sich klar positionieren, dass Drohnenangriffe

völkerrechtswidrig sind und sich gegen die USA durchsetzen, dass die Nutzung der US-Airbase in Ramstein beendet wird !

 

Auch muss sie sich klar positionieren gegen die Stationierung von Atomwaffen auf deutschem Boden!

 

° Im Mai 2014 bestätigte die Regierung auf Anfrage der Grünen, dass die USA

ihre Atombomben in Deutschland einem sogenannten „Lebensdauerverlängerungsprogramm“ unterzogen hätten, ohne darüber

mit der Bundesregierung zu Verhandeln.

VERHANDELN UNTER FREUNDEN DAS GEHT GAR NICHT

 

Außerdem soll die Bundesregierung mit mehreren Millionen Euro die

Erneuerung des atomaren Waffenlagers in Büchel unterstützen.

 

° Im September 2015 wurde bekannt, dass die USA 20 neue Atombomben

vom Typ B 61-12 in Büchel stationieren werden, welche zielgenauer sind,

als die bisher dort gelagerten.

Im Kriegsfall sollen deutsche Tornado-Piloten die Angriffe mit den US-Bomben

fliegen.

Da kann man nur hoffen, dass die letzten noch flugtauglichen Tornados bei

ihren Aufklärungsflügen in Syrien fremdverschrottet werden.

 

-5-

 

Leute, ich habe mir das nicht aus den Fingern gesogen, sondern musste recherchieren und mich durch Informationen fressen, bis mir übel wurde.

 

In den 10-Minutennachrichten über das wichtigste Weltgeschehen findest du

da nichts.

Aber beim Rumstöbern entdeckt man so einiges:

 

 Jährlich sterben rund 3500 Menschen auf deutschen Straßen.

24.000 Hungertote täglich weltweit.

Die Zahlen sind alarmierend, aber man liest und hört wenig darüber.

Oder man hört darüber hinweg.

 

Das hat einen einfachen Grund:

das Normale und Alltägliche ist für die Medien uninteressant.

Offenbar haben wir uns daran gewöhnt, dass jeden Tag 18.000 Kinder

unter fünf Jahren verhungern.

 

ABER DAS IST ALLES NICHT NORMAL!

Das ist auch kein Schicksal.

DAS KÖNNEN WIR ÄNDERN!

 

Hinter allem Leid steht der Krieg der Menschen um die Verteilung von Nahrungsmitteln und auch Trinkwasser, aber vor Allem um die für Industrie und Wirtschaft wichtigen Ressourcen von Erdöl und Gas.

Die Opfer dieser Verteilungskriege-ob getötet, oder auf der Flucht-

sind Kollateralschäden.

 

Wir können das ändern, wenn wir die Wirklichkeit nicht ausblenden.

Aber Unwissen kann auch bequem sein. Es kann vor Verunsicherungen,

Konflikten, Ärger und Verantwortung bewahren.

Das gilt auch für unsere Kanzleramts-Chefin Merkel.

 

Mal ehrlich: wollen wir es nicht wissen, oder sollen wir es nicht wissen?

Ich denke beides aber eher letzteres.

 Die Gleichgültigkeit für das unsägliche Leid außerhalb unseres Systems ist nicht unmenschlich sondern moralisch instrumentalisiert.

Die großen Aufreger könnten zu Empörung führen.

 

-6-

 

Doch damit wir in geringen Dosen noch Gefühle zeigen können,

liefern uns die Medien herzergreifende Einzelschicksale.

 

Unsere Betroffenheit über eine, an den Mittelmeerstrand gespülte Kinderleiche

oder für einen gestorbenen kleinen Zoo-Eisbären darf unser Mitgefühl

zu allem missbrauchtem Leben auf dieser Erde nicht überdecken.

 

NUR SO IST FRIEDEN MÖGLICH!

 

Das Spiel mit Menschenleben und unserem Lebensraum muss aufhören!

 

Lassen wir gemeinsam den machtsüchtigen Spielern und Dealern keine Chance,

das Leben auf dieser Welt zu vernichten!

 

WIR SCHAFFEN DAS - auch wenn das gar nicht so im Sinne von Frau Merkel

 ist!

 

Ich lade euch alle dazu ein.

 Fangen wir doch einfach damit an.

 

AUF NACH RAMSTEIN am 10. bis 12. Juni !

 

Lasst uns lieber Menschenketten bilden, anstatt Menschen in Ketten legen zu lassen!

 

I WANT TO SEE THE WORLD UNITED

LOVE TO LIFE AS ONE

 

WE HAVE TO BRING THE WORLD TOGETHER

WE SHALL OVERCOME

 

 

Ich hab´s euch zugemutet.

Das heißt, ich habe Vertrauen in euren Mut.

 

 

Ich danke euch

 

 

Rede von Reiner (ATTAC A'burg-Miltenberg)

auf dem Ostermarsch 2016 in Aschaffenburg

 

 

 

 

 

Ich will zu zwei unserer Forderungen sprechen:

 

Weg mit den mörderischen Freihandelsverträgen!

Freizügigkeit für die Menschen – Grenzen dem Kapital!

 

Auf den Zusammenhang von Ökologie, Ökonomie und Frieden wurde ja schon hingewiesen. Ich will ergänzen, warum wir die Freihandelsverträge „mörderisch“ genannt haben.

Freihandel heißt Handel, der nicht durch Regierungen reguliert wird. Die Theoretiker des Neo-liberalen behaupten, dass dadurch ein „ebenes Spielfeld“ geschaffen würde. Hier könnten alle Player - groß und klein - friedlich miteinander wetteifern. So würde der größte Wohlstand für alle entstehen. Und Kriege würden der Vergangenheit angehören.

 

Ihr gabt sicher auch gehört, dass sogar die Vereinten Nationen 2015 mit Entsetzen feststellen mussten: Die Welt versinkt immer mehr in kriegerischer Barbarei. Mehr als 60 Millionen Men-

schen sind weltweit auf der Flucht, hauptsächlich vertrieben durch Kriege, durch Verfolgung, Verelendung, Perspektivlosigkeit. Auch vor den Folgen des Klimawandels sind schon die ersten geflüchtet.

Verursacht durch unsere Wirtschafts- und Produktionsweise.

 

Historiker haben nachgewiesen, dass der Aufstieg unseres Industriesystems auf der brutalsten Gewalt, vor allem gegen die kolonisierten Völker beruhte. Die globalisierungskritische Frauen-rechtlerin Maria Mies hat 2002 einen Aufsatz verfasst „VON DER LIZENZ ZUM PLÜNDERN ZUR LIZENZ ZUM TÖTEN“.

Es lohnt sich, ihn als Ganzes zu lesen. Sie zählt dort u.a. auf, wie die indischen Weber in Bengalen vernichtet wurden: Ihre hochentwickelten Textilien waren in ganz Europa berühmt. Diese blü-hende Textilindustrie sahen die englischen Textilhersteller und Händler als gefährliche Konkurrenz

an. Der englische Staat erließ ein Importverbot für indische Stoffe und die bengalischen Weber wurden gezwungen, ihre eigene Baumwollindustrie aufzugeben. Sie mussten schließlich Fabrik

wareaus Manchester kaufen. Die Folgen waren eine unsägliche Verarmung der Bevölkerung, Hun-

gersnot und Tausende von Hungertoten. Die erste Phase des viel gerühmten Freihandels war für die indischen Bauern gekennzeichnet durch Gewalt, Krankheit, Hunger und tot. - Nur ein mörde-risches Beispiel aus der Freihandelsgeschichte.

 

Schauen wir uns die Methoden und Resultate des modernen Freihandels an, wie sie von den Weltwirtschaftsinstitutionen gefördert werden. Der alte Kolonialismus hat Länder geplündert,

der neoliberale, konzerngesteuerte Freihandel hat die Plünderung von Ländern heute auf den ganzen Globus ausgedehnt. Wie Maria Mies sehe ich prinzipiell keine Unterschiede zwischen damals und heute.

Der kanadische Professor Chossudovsky hat 1997 analysiert, wie die Freihandelspolitik der Welt-bank und des IWF viele Länder der „Dritten Welt“ in den Ruin getrieben hat. Und er hat aufge-

zeigt, dass der wirtschaftliche und politische Zerfall der jugoslawischen Republik ursächlich mit den Strukturanpassungsprogrammen (SAP) zusammenhing. Der Krieg war die Folge. Auch das gehört zur Geschichte des mörderischen Freihandels.

Heute beobachten wir z.B. die Vernichtung des einheimischen Geflügelmarkts in Ghana, den Ruin der kleinbäuerlichen Versorgungsstrukturen in Afrika, die Zerstörung der lokalen Fischereiwirt- schaft entlang der Küsten aller Weltmeere.

Freihandelsverträge wie z.B. zwischen EU und afrikanischen Staaten legalisieren und befeuern diese ruinösen Entwicklungen. Für das Kapital von Banken und Konzernen wurden seit An

fang der 80er Jahre alle noch bestehenden Verkehrsgrenzen eingerissen. Und nun reißt es seiner

seits rund um den Globus eine Volkswirtschaft nach der anderen in den Abgrund. Weltbank und IWF spielen eine treibende Rolle.

Völker, Staaten, Gemeinwesen, die sich dieser angeblich ach so friedenswirksamen Globalisierung entgegen stellen, werden ökonomisch destabilisiert. Oder sie werden mit Krieg überzogen, wie wir insbesondere im Nahen und Mittleren Osten gesehen haben und heute noch sehen. Die betroffe-

nen Menschen in ihrer existenziellen Not aber sollen sehen, wo sie bleiben - zumindest wenn es nach nationalistischen und rassistischen Tendenzen ginge, die sich derzeit bei uns und in Europa wieder ausbreiten. Wir meinen, das kann nicht sein! Gerade diese Menschen sind auf Freizügigkeit angewiesen, sprich auf das Recht, sich einen Ort zu wählen, an dem ein gutes Leben in Frieden

möglich ist. Herr Barnevik, von 1988 bis 2002 Chef von ABB, definierte einmal das Ziel von Globali-sierung und Freihandelsverträgen: „... als die Freiheit unserer Firmengruppe, zu investieren, wo und wann sie will, zu produzieren was sie will, zu kaufen und zu verkaufen, wo sie will, und alle Einschränkungen durch Arbeitsgesetze oder andere gesellschaftliche Regulierungen so gering wie möglich zu halten.” Wir meinen, dem Drang nach solchen ungebremsten Freiheiten müssen Grenzen gesetzt werden.

Nur dann kann es Frieden geben.

Freizügigkeit für die Menschen – Grenzen dem Kapital!

Weg mit den mörderischen Freihandelsverträgen!

Eine friedliche Welt ist möglich!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Lichter für Syrien" - "Lichter gegen den Krieg"

 

Eröffnungsrede von Karl-Ernst/Friedenstrommler am 27.02.2016

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich begrüße euch sehr herzlich und nicht minder unsere Neubürgerinnen und Neubürger aus Syrien, aus dem Irak, aus Afghanistan, aus den afrikanischen Ländern und anderswo, die heute mit uns zusammen Lichter und Kerzen erstrahlen lassen, um uns zu solidarisieren in Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe mit den Vertriebenen im Umfeld von Europa.

Wir wollen Lichter erstrahlen lassen gegen die Dunkelheit des Hasses und der Intoleranz gegen andere Menschen.

Letzte Woche schon haben viele Tausende Mitbürger an über 60 Orten im ganzen Land, in Großstädten wie auch auf dem Land, von Flensburg bis Berchtesgaden, „Lichter für Syrien“ erstrahlen lassen.

Haben wir hierüber in den Medien lesen, hören und sehen können? Die Antwort könnt ihr selbst geben.

Wir schließen uns in den Kreis dieser Bürger mit ein, wenn auch wegen des schlechten Wetters um eine Woche verschoben.

Menschen verlassen nicht leichten Herzens ihre Heimat. Es gibt wichtige lebensgefährliche Fluchtursachen, an denen leider auch unser Land Deutschland mitwirkt und mitverursacht.

Zum einen die Deutsche Rüstungsexporte sowie NATO- und EU – Kriegsbeteiligungen. Ich habe zu Beginn meiner Rede die Länder Syrien, den Irak und Afghanistan erwähnt.                                           

Zum anderen eine systematische Ausblutung und Zerstörung vieler Volkswirtschaften durch unfaire ausbeuterische Handelsbeziehungen und durch große Konzerne und Banken, vorneweg die Deutsche Bank, abgesichert durch Hermes – Bürgschaften der Deutschen Regierung. Ich habe zu Beginn die afrikanischen Länder erwähnt, wo viele Menschen keine Lebensgrundlage mehr haben.                         

Dies alles sind Gründe, Fluchtursachen genannt, die Millionen von Menschen aus ihrer Heimat vertreiben.

Die Ergebnisse dieser verhängnisvollen, falschen und zu tieft unethischen Politik erleben wir jetzt. Diese Vertriebenen kommen jetzt in großer Zahl nach Europa. Und sicherlich nicht nur jetzt. Den:

Wer Bomben oder Armut sät, wird Flüchtlinge ernten!

Wir können nicht stolz sein auf eine deutsche Politik, die durch permanente Genehmigungen des Exportes von ungeheuren Mengen an Waffen und Kriegsgerät jeglicher Art die Kriege und Bürgerkriege überall auf der Welt regelrecht füttert und Menschenwürde und Menschenrechte zerbombt.

Wir können aber auch stolz sein auf unser Land, genauer auf unsere Bürgerinnen und Bürger, die zu Tausenden und Zehntausenden, ja sogar zu Hunderttausenden, in beispielhafter Weise mit einer Willkommenshaltung, mit einer Hilfs- und Opferbereitschaft sonders- gleichen die Flüchtlinge unterstützt haben und unterstützen. Diesen wunderbaren Menschen, sicherlich auch viele von uns mit dabei, gehört unser Dank und unser Applaus. Deutschland ist ein „Leuchtturm der Mitmenschlichkeit“ in einem Meer von Egoismus und Abschottung.

Lasst uns weiterhin stark und durchhaltewillig sein, die positiven Seiten des Lebens mit unseren Neubürgern zu teilen. Entzünden wir ein Licht und lassen es erstrahlen, um mit seiner Strahlkraft die Dunkelheit des Hasses und der Intoleranz, die es bei uns auch gibt, zu vertreiben.

Ich danke euch für euer Zuhören.

 

Rede von Bernhard/Friedenstrommler 27.02.2016

 

Liebe Altaschebärscher, liebe Neuaschaffenburger, liebe Zugereiste,

liebe Gäste.

 

Ich liebe Aschaffenburg. Aschaffenburg, die Wohlfühlstadt, die nicht schläft, die stolz darauf ist, bunt zu sein, die ein Grenzenlos hat,

die Kultur und Miteinander lebt.

Die Stadt mit Herz und der neugegründeten Künstlerinitiative

„GeHmit“ - gelebte Heimat miteinander.

Zur Auftaktveranstaltung am Sonntag, dem 14.Februar, waren über

tausend ehrenamtliche Helfer eingeladen, die den aus ihren Heimatländern vertriebenen Menschen, bei uns ein Stück Heimat geben.

Heimat ist dort, wo man nicht nur geduldet, sondern aufgenommen wird.

Ich bin stolz auf die 1000 „Gutmenschen“, denen eigentlich der Titel

„Person des Jahres“ gebührt.

Genauso den deutschen Bürgern und Bürgermeistern der Städte,

die wider den Ungeist das Unmögliche versuchen.

Den vielen Imamen der kleinen Moscheen, die predigen, dass es keine Gottesliebe ohne Menschenliebe gibt.

Den Latinos in den USA. Sie trotzen dem Mauldreck von Trump

und sind die Zukunft des Landes.

Den vielen Menschen dieser Welt, die sich für Frieden, Gerechtigkeit

und den Erhalt unserer Erde einsetzen.

Ich danke allen Gutmenschen, die sich weigern, das Leben nicht nur

nach dem Nutzenprinzip (was hab ich davon?) zu sehen, die nicht nach persönlichem oder gesellschaftlichem Egoismus handeln, denen aber unterstellt wird, naiv und realitätsfremd zu sein.

Es sind eben nicht die materiellen Werte und Landesgrenzen oder die Werte unserer Scheindemokratie, zu verteidigen. Schon gar nicht der neue Jahresrekordwert deutscher Waffenlieferungen im Zeichen von Krisen und Kriege.

 

Wenn es Werte zu verteidigen gibt, dann die von guten Menschen .

Nämlich Ehrlichkeit, Offenheit, Würde, Gerechtigkeit, Menschlichkeit

und das gute Gewissen.

Verteidigen wir diese Werte hier, jetzt und immer.

In einer gelebten Heimat miteinander.

Geht mit!

I want to see the world united

love to live as one.

 

We have to bring the world together

love to live as one.

 

I want to see the world united

we shall overcome.

 

 

 

Rede des Friedenstrommlers Ludwig an der Anti-Kriegskundgebung am 1. September 2015 in Aschaffenburg

 

 

 

Unser Ausdauer im Friedenseinsatz - Spirituelle und politische Wege

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger, Kolleginnen und Kollegen,

wir stehen hier an diesem denkwürdigen Monatsanfang, der erinnert an Verbrechen und Schuld, ausgegangen von diesem Land. Wir stehen hier, weil wir überzeugt sind, dass ein persönlicher und öffentlicher Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit wichtig ist.

 

Doch wir auf diesem Platz haben es im Vergleich zu anderen Menschen an anderen Orten leichter, Zeichen für Frieden und Völkerverständigung zu setzen; schwieriger könnte es für uns werden, wenn den guten Worten von heute neue wirkungsvolle Taten folgen würden. 

 

Hier das Lebensbeispiel meines Freundes Roger: Risiken, Behinderungen und Ärger erlebte vor einigen Jahren, als er sich bereit erklärt hatte, mit einer Friedensorganisation und anderen Freiwilligen aus Europa in Israel/Palästina palästinensische Schüler täglich auf ihrem Schulweg über die Checkpoints der israelischen Sperrmauer zu begleiten. (Durch die europäischen Beobachter war das Militär vorsichtiger geworden.) - Das ist eine begrenzte Aktion von zwei Monaten von einem beherzten Menschen, aber ein hohes persönliches Wagnis, zumal er wenig Arabisch und Hebräisch sprechen konnte.

 

Ja, fast alle Leute wollen Frieden in der Welt und sie wollen gute persönliche, friedvolle Beziehungen, aber ich frage uns alle: Wer ist bereit, Anstrengungen auf sich zu nehmen?!

 

Der Frieden hat viele Namen und viele Gesichter, doch ein Waffenstillstand genügt bei weitem nicht. Vieles passiert vor einem Krieg und danach. - Ein Angriff ist schnell lanciert, die Aufbauarbeiten dauern dagegen lange! - Jeder Mensch, der sich vor Ort für Friedenserhalt abmüht, sollte von uns deswegen hoch geachtet werden. -

 

Ich frage mich: Woher kann die innere Kraft, Geduld und Ausdauer kommen, sich für Frieden einzusetzen?

 

Damit wir in einem solchen Einsatz ausdauernd bleiben, will ich hier einige "Lasst uns" als Bitten an uns aussprechen, die für einen Friedenseinsatz wichtig sind:

 

- Jede der folgenden auffordernden Bitten bringen mit einer Umsetzung zwar ein eine schwierige Übung mit sich, aber sie wird in jedem Fall gute Früchte für das Miteinander zeigen. - Hier nun die sieben Übungen:

 

- Lasst uns eine Solidarität mit den mehr oder weniger Andersdenkenden und mit Menschen anderer Herkunft pflegen.

 

- Lasst uns auch immer wieder unsere geistigen und geistlichen Wurzeln bedenken, die ein friedliches Miteinander fordern. Dazu gehören die Erfahrungen in den Arbeiterbewegungen und ihre Geschichte, der Einsatz für Befreiung bei Unterdrückungen aller Art, und es gehören dazu für mich ebenso die religiösen Fundamente, die unser Inneres, unsere Seele, beleben und geprägt haben. - Gott ist, wenn er durch uns wirkt, ein Gott, der Gemeinschaft gelingen lassen will. -

 

- Lasst uns doch bitte auch die schwierigen Beziehungen des Alltags aufgreifen und durchstehen; ich merke, da kann es täglich harte Brocken von Prüfungen geben, wenn z.B. meine Gefühlslage schwankt und ich manches falsch einschätze. - Wenn ich so irritiert bin, dann merke ich, dass ich mindestens einen Moment anhalten und durchatmen sollte. - Denn wer von uns hatte nicht schon einmal konkrete aggressive und gewaltbereite Phantasien gegen andere?!

 

- Zu meinen besonderen Erlebnissen gehört folgendes: Menschen aus Nordafrika habe ich vor fast 30 Jahren als deren Gast anders wahrgenommen als ich dann später nach Deutschland zurückgekehrt war. (Dort in Afrika mit der Empfindung eines Schwachen, der doch vielfach beschenkt wurde, hier im Heimatland mit Tendenzen eines Starken, der sich der eigenen Überlegenheit sicher war . ...)

 

- Lasst uns doch bitte auch an den bewährten Freundschaften der Gleichgesinnten festhalten, die uns Freude und Kreativität am Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit schenken.(Das scheint weniger schwierig als das Vorhergehende zu sein, man muss es aber auch pflegen wollen und sich Zeit dafür nehmen.)

 

- Lasst uns auch bereit sein, sobald wir dazu einen inneren Antrieb spüren, einen humanitären Einsatz für mehr Gerechtigkeit und Frieden hier oder in einem anderen Land zu übernehmen. - Das ist nicht einfach; so musste mein Freund Roger mit seiner Frau besprechen, ob auch sie seinen Einsatz für palästinensische Kinder im Schulalltag mitträgt; er selber wollte das tun und hat es auch getan. (Die Kinder der beiden waren schon außer Haus.)

 

- Lasst uns die Gefahr einer persönlichen Erstarrung aufbrechen, die die täglichen Skandale in der Politik und die Ungerechtigkeiten im Wirtschaftsgeschehen in uns auslösen können.

 

- Lasst uns vor allem selbstbewusst bleiben, auch wenn wir bei den großen Weltthemen wenige Leute sind, die auf die Straße gehen und ihren Mund aufmachen. (Wir bringen durch Aktivität unsere eigene Würze in die Oberflächlichkeit vieler Zeitgenossen.) 

 

- Ein innerer Kompass des Herzens signalisiert uns die Entschlossenheit und Botschaft für Frieden tätig zu bleiben: Gut so, mach weiter so , schreite voran! - Werde Du doch bitte ein Freund, eine Freundin, des anderen Menschen. - Ermahne und ermuntere überall, wo es sein soll. - Viel steht auf dem Spiel. -   

 

Ich danke Euch.

 

Ludwig Stauner, Betriebsseelsorger, Aschaffenburg.


 

Rede des Friedenstrommlers Bernhard an der Anti-Kriegs-Kundgebung am 1. September 2015 in Aschaffenburg

 

 

 

 

Ich grüße euch

 

Eigentlich wollte ich heute eine richtige Rede halten

zum Thema „Alle reden vom Frieden...“

 

Ich habe aber nur Zeit für ein Grußwort – und das ist gut so.

Manchmal ist weniger mehr.

 

Ein 4-jähriger Junge hat das bewiesen. Als er in einem Interview gefragt wird,

ob es in seinem Kindergarten auch Asylanten gibt, antwortet er:

„ Nein, nur Kinder „ Mit 3 Worten auf den Punkt gebracht.

Entwaffnend genial !

 

Da ist mir Grönemeyer in den Sinn gekommen.

Sein Lied als Metapher für alle, die sich den mächtigen Machern ohnmächtig ausgeliefert fühlen:

„Gebt den Kindern das Kommando, denn sie berechnen nicht was sie tun.

Die Welt gehört in Kinderhände, dem Trübsinn ein Ende -

wir werden in Grund und Boden gelacht . Kinder an die Macht!“

 

Das ist ein Appell an die Menschlichkeit und das Bauchgefühl, mit dem die Wahrheit meist besser erkannt wird als mit dem Kopf.

 

Kinder sind noch vorurteilsfrei, angstfrei, neugierig und offen.

Sie haben noch alles, was vielen emotionsarmen Autisten und Gefühlsanalphabeten, die die Welt lenken wollen, fehlt.

 

Es ist ein Hinweis an uns, unsere Sichtweise zu ändern. Wir sollten lernen

umzudenken und uns zu fühlen, wenn wir das unmenschliche Leid und die Zerstörung dieser Welt verhindern wollen.

 

Ein Kind - oder vielleicht ein außerirdischer Beobachter, würde sich über die Dummheiten , die in unserer Welt , besonders seit dem letzten Jahrhundert

geschehen, in Grund und Boden lachen.

 

Sie würden sich wundern, über die Angst, die Menschen voreinander haben

und sich deshalb gegenseitig umbringen.

Sie würden sich fragen, ob wir den Sinn unseres Daseins überhaupt kennen.

 

Sie würden fragen: „WARUM ?“

 

WOVOR habt ihr Angst?

WOHER kommt euer Misstrauen und eure Feindschaft?

WARUM opfert ihr eure Lebensfreude dem Machtstreben und der Gier einer Minderheit unter euch Menschen, die euch beherrschen will?

WARUM erkennt ihr nicht deren Lügen und geheimen Absichten?

WARUM gebt ihr ihnen euer Geld, um ihr Militär und ihre Wirtschaftsmacht

zu stärken, mit der sie euch bedrohen und in Abhängigkeit halten, anstatt

gerecht zu teilen um Not zu lindern?

 

Sie würden viele Fragen stellen, die uns in Verlegenheit bringen!

 

Sie würden fragen: „ WO ist euer Mitgefühl, eure Liebe zu euch selbst, zu euren

Mitmenschen, zu eurer wundervollen Erde ?“

 

Aber viele würden antworten: „ Davon versteht ihr nichts. Dazu seid ihr noch zu

REIN.“

 

Lasst euch nicht verunsichern, wenn euer Bauchgefühl sich meldet, sondern schenkt ihm Vertrauen. Lasst euch keine Angst machen, euch einzumischen.

Teilt euch mit und lernt zu teilen.

Das ist zwar nicht einfach – aber notwendig!

 

Zum Abschluss ein Zitat von Hemingway :

 

„ Wenn du deine eigene Kraft kennengelernt hast,

öffnest du deine Fäuste,

und berührst das Leben mit sanfter Hand.“

 

Viel Mut und Kraft zu einem offenen und gewaltfreien NEIN,

damit ihr euch nicht fragen lassen müsst:

„WARUM habt ihr diesen Dreck mitgemacht?“

 

ZEIT, DASS SICH WAS DREHT !

 

Es wäre dringend nötig miteinander zu reden und einander von der Glaubwürdigkeit des Interesses an Verständigung und des Friedenswillens zu überzeugen.

 

Aber dazu fehlt den Regierungen der Wille.

 

Wenn es eine Gegenkraft gibt, die noch eine Wende herbeiführen kann,

so kann diese sich nur von einer Massenbewegung von unten entfalten.

 

Die in Machtkonkurrenz erstarrte etablierte Politik kann nur durch einen

massenhaft verbreiteten alternativen WILLEN aus ihrer Bahn geworfen werden.

 

Auf jeden von uns kommt es an, wenn die Menschheit am Leben bleiben soll!

 

 

ICH WÜNSCHE ES MIR

Ich danke Euch

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stellungsnahme von Bernhard Wühr zur Fehlberichterstattung der Leitmedien über die EZB-Proteste am 18. März 2015 in Frankfurt

 

 

EZB und PRESSE

„ziemlich beste Freunde „

 

Ihr haltet sie arm – wir halten sie dumm

 

„Die Welt“ zu Blockupy Fft. 18.03. : „ Wer Gewalt, und sei es nur gegen Sachen und gegen den Staat O.K. findet, solange es für eine vermutlich gute Sache ist, ist ganz einfach kein Demokrat mehr. Denn darauf basiert unser System : dass alle ihre Ziele mit gleichen, friedlichen Mitteln zu erreichen versuchen. „

                                              

WELCH EINE DOPPELMORAL!

 

Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Ukraine, verfassungswidrige Waffenlieferungen und Auslandseinsätze, Flüchtlingsabwehr, Duldung und Unterstützung von Drohnenmorden,

Erpressung von Regierungen, die zum sozialen Chaos führen, Geheimhaltung der TTIP- Verhandlungen, Datenspeicherung und Überwachung, Wahlmanipulation …..........

Profitgier schafft Armut, Ausbeutung und Ungleichheit. Kapitalismus ist Gewalt !

Papst Franziskus dazu: „ Diese Wirtschaft tötet.“ Damit hat er Recht und teilt es mit den ca.20.000 Menschen, die sich in Frankfurt gegen diese Finanzpolitik friedlich und mit bemerkenswerten Beiträgen und Aktionen am Nachmittag beteiligt haben.

Jedoch das wird von den Leitmedien verschwiegen. Die Wahrheit auszublenden und Halbwahrheiten hervorzuheben, ist eine subtile undemokratische Methode der irreführenden Meinungsmanipulation.

Die Pressefreiheit wird nur noch vorgetäuscht.

Die Leitmedien werden zur politisch gewollten „Meinungsbildung“ gleichgeschaltet.

So haben die meisten Leitartikel exakt den gleichen Wortlaut, unterlegt mit den gleichen symbolträchtigen Bildern – alles unterzeichnet mit dem Kürzel „ dpa“.

Steht etwa dpa für Deutsches Propagandamt ?

Dazu empfehle ich den Sachbuchbestseller „ gekaufte Journalisten“, was mich wahrscheinlich in die Ecke der „Verschwörungstheoretiker“ stellt.

Aber die größte Verschwörung seitens der Regierungen ist ihre Behauptung, es gebe keine Verschwörung der Regierenden.

Es war doch schon im Vorfeld erkennbares Ziel, den Protest zu kriminalisieren und Gewaltbereitschaft zu beschwören : mit einem Polizeiaufgebot von 10.000 Mann, GSG 9, und 28 Wasserwerfern, sowie weiträumige, mit Natostacheldraht gesicherten Sperrzonen.

Dazu die Ankündigung der Polizei: „ Alle , die sich hier missbräuchlich auf Freiheitsrechte berufen, müssen mit der vollen Härte des Rechtsstaates rechnen !“

Hätten da nicht am frühen Vormittag Autoreifen, Mülltonnen und Polizeiautos gebrannt, hätten sich nicht Schwarzvermummte ein Scharmützel geliefert (die in genehmigter Vermummung waren mit Wasserwerfern, Tränengas und Reizgaspistolen, sowie in der Überzahl weit überlegen ), wäre der Riesenaufwand wohl zur Farce geworden.

Der Presse wurde geliefert, was die Presse liefern sollte.

Die Skyline Frankfurts im apokalyptischen Rauch verdunkelt.

Hätte sich die Sonnenfinsternis nicht um zwei Tage verspätet, wäre das Szenario perfekt gewesen.

Aber es hat gereicht, den berechtigten Protest in den Schatten zu stellen.

 

Es ist höchste Zeit, die Werte der Demokratie zu verteitigen.

Nicht durch Revolution, sondern durch die Stimme des Volkes, die in einer direkten

Demokratie Einfluss durch Mitbestimmung haben sollte!

Es scheint jedoch, dass unsere Regierenden Angst haben vor dem Souverän, dem Volk, dem sie unter Eid verpflichtet sind.

 

Darum wird es weiterhin heißen : Wir halten sie arm- ihr haltet sie dumm und gemeinsam halten wir sie in Angst – und wer dagegen aufbegehrt, ist ein Terrorist.

 

 

 

 

Rede von Ludwig „ Aschaffenburg ist bunt“  am 2.02.15 auf dem Stiftsplatz

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Bürgerinnen und Bürger, friedensbewegte

Menschen,

solidarische Grüße der Ermunterung soll ich von Dekan Wolfgang Kempf

ausrichten, der verhindert ist. Die Organisatoren konnten nicht ahnen, dass heute

ein christliches Fest begangen wird. - Aber nun hier zu unserer Sache. -

Keiner von uns hat den absoluten Überblick. Im Nachgang der Ereignisse in

Paris und in Städten Deutschlands flackert die Frage wieder auf nach gerechten

Verhältnissen bei uns und in der Welt und wir sind angestachelt worden, neu

nachzudenken.

Extreme Ereignisse rütteln uns auf. Scharfmacher, die Sündenböcke suchen,

machen uns mit recht unruhig.

Aber es geht um die grundsätzlichen Fragen:

Es gibt viele Ungerechtigkeiten, zwischen den Generationen, in den sozialen

Verhältnissen der Länder dieser Welt, und in der Art und Weise, wie das

Wirtschaften, wie die weltweite Ökonomie der Mächtigen funktioniert.

Wer die politischen Ereignisse verfolgt, hat vielfach den Eindruck und sogar

Beweise, dass die gewählten Volksvertreter den wirtschaftlich Mächtigen

erliegen und deren Profitstrategien folgen -

Deshalb sind für die außerparlamentarischen Bewegungen so wichtig.

Es fehlt bei vielen unter uns an einem sittlichem und an ethischen Rückgrad und

es mangelt an Mut und an einem ernsthaften Einsatz für das Gemeinwohl und

für einen sozialen Ausgleich.

Zwar ist keine und keiner ist ein perfekter Mensch im Denken und im Handeln

und gerade deswegen ist es wichtig Kritik zu üben und Forderungen

 aufzustellen:

Ich möchte einige Einseitigkeiten und Forderungen benennen:

- Wir beschreiben gerne ausführlich und wochenlang die Katastrophen bei uns

und in der Welt. Manche Menschen, auch Medien, scheinen sich gerne im

Negativen zu baden.

- Gegen eine Schönfärberei sollten wir aber doch wieder besser lernen, das Gute

vom Bösen zu unterscheiden, jede und jeder für sich und in Gruppen und

Bewegungen.

- Wir sollten wieder lernen die todbringenden Verhältnisse zu benennen und

allein und gemeinsam so zu handeln, dass die Solidarität als Verantwortung

füreinander dem Frieden dienen kann. Wir brauchen keine stummen Schafe, die

sich alles gefallen lassen.

- Wir brauchen dazu weiterhin eine Gesellschaftskritik, Wirtschaftskritik und

gelegentlich eine Religionskritik, wenn eine förderliches Miteinander nicht

spürbar ist.

Ich schließe mit einem Text des Franz von Assisi, in dem er die höchste Macht,

den Ewigen, bittet, dass er immer mehr ein Werkzeug des Friedens werden

möge.

Von ihm wurde über Jahrhunderte weitererzählt, dass es ihm gelang, mit einer

Gruppe seiner Genossen der minderen Brüder ohne Waffen aber mit starker

Entschlossenheit durch die Schlachtreihen bis zum Sultan vorzudringen: Die

ungewöhnlichen Barfüßer wurden freundlich empfangen, sie durften reden und

es wurde ihnen sicheres Geleit für ihre Rückkehr gegeben.

Auch wir sind wie alle auf dem Weg und wollen uns engagieren für

Gerechtigkeit und Frieden. Deswegen nun diese kurzen Verse zum Abschluss

für uns alle:

Oh, Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,

dass ich Liebe übe, wo man sich hasst, dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,

dass ich verbinde, da, wo Streit ist, dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum

herrscht, dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel droht, dass ich die

Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält, dass ich ein Licht anzünde, wo die

Finsternis regiert, dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.

Ich wünsche Glück auf unseren Wegen und danke Euch.     

 

Ludwig Stauner, Diakon

Betriebsseelsorger

Friedenstrommler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. September 2014     Weltfriedenstag-Antikriegstag

Kundgebung und Demonstration in Aschaffenburg

  

 

Rede von Ludwig, Friedenstrommler

Friedenspolitik als Verantwortung in Arbeitsprozessen

 

Die Berichterstattung unsere Medien ist vielfältig, doch bei Kriegsgeschehen und Krisengeschehen kann sie bei uns das Grundempfinden von Machtlosigkeit wachhalten, nach dem Motto: Schlaft schön weiter, die anderen machen das Geschäft. Seid froh, wenn ihr damit nichts zu tun habt und auch nicht mit hineingezogen werdet. So entsteht politischer Schlaf, der sicherlich nicht unsere Sache sein sollte.

Ganz anders: Selig die Frieden Schaffenden, denn sie werden Söhne und Töchter Gottes gerufen werden (Mt 5). Es geht bei diesem Friedenschaffen um die Aktivität aller, um ein spürbares Wohlsein des ganzen Menschen in sozialen Bezügen. Ob und wann dann die Frieden Schaffenden Töchter und Söhne Gottes genannt werden, wird diesen  beim Frieden Schaffen zweitrangig sein. Es kommt auf die Aktivität in den Überlegungen, in den Worten und in den Taten an.

Einer der größten Fehler im heutigen Denken ist der Versuch einer Trennung von Arbeit, Wirtschaft und Politik. – Mir geht es um einen erweiterten Arbeitsbegriff. - Wir wissen jedoch, dass die wirtschaftlich Mächtigen in den meisten Ländern die Regierungen im Griff haben und wir wissen, dass es nicht der Hilfsarbeiter am Band ist, der entscheidet, was und wofür er schaffen soll. Ein solcher soll ja nur zufrieden sein, dass er einen Lohn zum Überleben erhält.

Wir müssen die Wirklichkeiten zusammendenken und auch lernen – auch ich persönlich – die Machtverhältnisse in Politik, Wirtschaft und Arbeit auseinanderzuhalten.

Grundsätzlich hat unser Tun und Schaffen immer eine sittliche Qualität und damit eine soziale Auswirkung. – Deswegen kritisieren wir hier wohl alle eine Waffenproduktion, auch einen Erhalt und eine Steigerung von Waffenproduktion, und wir ordnen die Arbeitsplatzfrage in Planung, Produktion und Handel weit hinter die Frage einer sozialen Verantwortung.

Auf die Spitze getrieben will ich behaupten: Die kleinste Schraubenmutter als Teil eines Panzers angeschraubt, ermöglicht vielmehr ein Töten als dass damit eine rechtmäßige Abschreckung oder Verteidigung erreicht wird.  

Wir sollen und müssen die großen Politikstrategen kritisieren – manchmal fällt es schwer, nur einer Seite in Konflikten Recht zu geben - und wir dürfen dabei nicht vergessen, in unseren überschaubaren Gruppen zu reflektieren und gewaltlose, aber wirksame Aktionen zu setzen.

Natürlich sind wir nicht klüger als die Weisen aus der arabischen Welt, auch sind wir nicht intelligenter als Putin oder Obama.

Doch das Wirrwarr und das sich zuspitzende Durcheinander haben für mich eine geradezu teuflische Dynamik. – Dieser Spirale kann nur eine aufrechte Friedensdynamik entgegengehalten werden.

Gerne halte ich mich an den französischen Denker Emmanuel Levinas, der sagt, dass die Ethik, dass Sittliche, die erste Philosophie ist und sein muss und dass wir zu Beginn bereits schon aufgrund eines leuchtenden Antlitzes, das des Anderen Menschen neben uns, gleichsam als Geisel in die Verantwortung genommen werden. –

Nur zu einer solchen In-Geisel-Nahme aus Verantwortung kann ich ein grundsätzliches „Ja“  sagen, auch wenn ich dann jeden Tag gefordert werde – eben verantwortlich zu handeln. - Ich und wir alle werden aber dabei auch glücklichere Menschen.

 

Ich danke Euch sehr.

 

 

 

Rede von Karl-Ernst , Friedenstrommler

Zitieren von Franz Alt vom 01.08.2014

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

 

Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite. Was haben wir daraus gelernt? In diesen Wochen muss man den Eindruck haben, dass wir kaum etwas gelernt haben. Deutschland steht an dritter Stelle der Waffenexporteure der Welt - nach den USA und Russland. Das heißt, wir helfen noch immer, dass anderswo gemordet, gelitten und gestorben wird. Wie aber werden Waffenexporte aus Deutschland gerechtfertigt?

Bayern ist eines der Zentren der deutschen Waffenindustrie. Horst Seehofer sagt mit brutaler Ehrlichkeit: Wegen der Arbeitsplätze der bayerischen Rüstungsindustrie soll alles so bleiben wie es ist.

Da stört es nicht, dass ein Großteil der Waffen an brutale Diktaturen geht, dass Menschenrechte verletzt werden und Leben vernichtet wird. Arbeitsplätze »rechtfertigen« die tödlichen Exporte und den Massenmord. Der Mann in München mit dem »Hohen C« im Parteinamen CSU stört sich daran so wenig wie der CDU-Fraktionschef in Berlin, Volker Kauder, in dessen Wahlkreis die Waffenschmiede Heckler und Koch ihren Sitz hat, im baden-württembergischen Oberndorf am Neckar.

Diese Firma macht ihre Mordsgeschäfte schon seit langem mit der ganzen Welt. In afrikanischen Bürgerkriegen habe ich schon vor 30 Jahren deren Gewehre gesehen.

Spitzenpolitiker reden vom Frieden, aber sie unterstützen durch Waffenexporte Kriege, Mord und Todschlag anderswo. Im Koalitionsvertrag der Großen Koalition steht, dass deutsche Waffenexporte eingeschränkt werden sollen. Wirtschaftsminister Gabriel will das jetzt auch tun, aber ausgerechnet führende »christliche« Politiker wollen das verhindern. Und die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin schweigt zu diesem Skandal.

Zurzeit liegen im Wirtschaftsministerium weitere 250 Anfragen für noch mehr Waffenexporte aus Deutschland vor. Besonders brisant: Zwei Drittel der deutschen Waffenexporte gehen schon jetzt illegal in Nicht-Nato-Länder wie Saudi-Arabien, Qatar, Algerien oder auch Russland.

Die führenden Christdemokraten wie Merkel, Kauder oder Seehofer tragen Mitschuld daran, dass tausende Menschen sterben müssen, weil der Tod noch immer ein Meister aus Deutschland ist. Eine Schande für unser Land.

Wie lange noch will Deutschland in diese weltweite Mord- und Mördermaschine verstrickt bleiben?

Der Rüstungskritiker Jürgen Grässlin hat für sein »Schwarzbuch Waffenhandel« recherchiert, dass allein durch Kleinwaffen wie sie Heckler und Koch produziert und liefert bisher zwei Millionen Menschen getötet wurden. Diese Kleinwaffen sind die eigentlichen Massenvernichtungswaffen unserer Zeit.

Wir leisten Beihilfe zum Massenmord. Und viele von uns wählen auch noch Politiker, die dieses Geschäft zu verantworten haben.

 

 

 

Rede von Dorothea, Friedenstrommlerin

Abschreckung oder Konfliktlösung?

 

Am 13. August, exakt 53 Jahre nach dem Bau der Mauer und rund ein Viertel-jahrhundert nach ihrem Fall, sagte Nato-Generalsekretär Rasmussen in einem Interview[1], der Kalte Krieg habe nie aufgehört. Bedauerlicherweise habe Russland das in all den Jahren seiner Zusammenarbeit mit dem Westen nie begriffen. Dass die Nato an die Grenzen Russlands vorgerückt sei, habe lediglich dem Schutz der dortigen Verbündeten gegolten. Wenn Russland nun allerdings angefangen habe, querzuschlagen, gebe es ein probates Mittel: die militärische Abschreckung.

Abschreckung. Bei dem Begriff fährt es mir durch alle Glieder. Das „Gleichgewicht des Schreckens“ mit vielfacher Overkill-Kapazität spukt noch heute in den Köpfen der Nato-Strategen. Was ihnen einfällt, ist immer Gewalt. Und Gewalt zieht sich auch durch unser Alltagsleben, wo die Medien sich mit Sensationsmeldungen übertrumpfen und die Unterhaltungsindustrie im Blut von Gewaltopfern watet.

Sollen wir lernen, dass ohne Gewalt nichts geht? Dass ausgerechnet Gewalt Probleme lösen soll? Das hat in der gesamten Menschheitsgeschichte noch nie geklappt, und das beweisen uns auch ständig wieder die Friedensforschungs-institute. Ihre vornehmste Aufgabe ist es, alternative Ansätze zur Konfliktbewältigung zu erarbeiten, doch ihre Stimme geht leider im Informationsgewirr unter.

Gewalt bringt unweigerlich Leid und Verzweiflung, und strukturelle Gewalt nicht weniger. Strukturelle Gewalt tritt verkappt auf und wird von politisch und ökonomisch mächtigen Gruppen ausgeübt. Durch Abholzung, Staudammbau, Wasserraub, Vergiftung werden ganze Regionen zerstört, wodurch den Menschen die Lebensgrundlage geraubt wird. Auch die israelischen Siedlungsbastionen sind Mittel struktureller Gewalt. Wen wundert es, dass es unter solchen Verhältnissen zu offenen Gewaltausbrüchen kommt?

Es liegt auf der Hand: Ansatzpunkt für Konfliktlösung muss das Lebensrecht der Menschen sein, und zwar ein Leben in Würde, überall auf dieser Erde. Doch ohne entsprechendes Konzept funktioniert Konfliktlösung nicht. Als die USA und Großbritannien ohne UNO-Mandat in den Irak einmarschierten, gab es ein solches Konzept nicht. Seither kam es im ganzen Raum von Nordafrika bis zum Mittleren Osten zum Zusammenbruch von Machtstrukturen - und es entstanden neue Terrorregime.

Wenn heute, ausgerechnet am Weltfriedenstag, in unserem Parlament eine Grund-satzdebatte stattfindet, ob nicht doch Waffenlieferungen unter bestimmten Umständen und unter bestimmten Auflagen erlaubt sein sollen, ist das eine Frage von ungeheurer Brisanz. Sie brennt uns allen unter den Nägeln, weil wir angesichts des furchtbaren Terrors im Irak und seiner Nachbarschaft das Gefühl haben, nicht länger zusehen zu können. Waffenlieferungen in Krisengebiete waren für die Bundesrepublik Deutschland seit jeher ein Tabu. Aus gutem Grund, auch wenn es  viele Male gebrochen wurde.

Ob es nun künftig ganz offen zu Waffenlieferungen kommen soll, wird in der gesamten bundesdeutschen Öffentlichkeit leidenschaftlich diskutiert. Und das ist gut so, denn wir befinden uns in einem Dilemma: Wenn unsere Politik sich auf Waffenlieferungen an Kriegführende einlässt, wird unser Land Teilnehmer am Kriegsgeschehen mit allen Folgen, die wir uns lieber nicht ausmalen. Wenn wir auch weiterhin (offiziell) abseits stehen, machen wir uns möglicherweise der unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Ein unerträglicher Gedanke gerade für uns hier auf dem Platz, die wir uns Frieden und Menschlichkeit verpflichtet fühlen.

Wie die Debatte auch ausgeht, die Sache wird zweischneidig bleiben. Aber wir können unsere Politiker auffordern, den Blick weiter zu fassen als auf die militärstrategisch bedeutsame Definition „Krisengebiet“. Wir haben es doch mit Menschen zu tun! Wenn es unserem Land wirklich um Hilfe geht, müssen wir uns vergewissern können, dass unsere so risikobehafteten Lieferungen da ankommen, wo sie sollen. Und dass sie auch ihren Bestimmungszweck erfüllen können, nämlich Leid abzuwenden. Heute und in aller Zukunft müssen die Verantwortlichen gewährleisten können, dass die Lieferungen in die richtigen Hände geraten. Ist das machbar? Erste Voraussetzung ist dabei, dass wir wissen, welche Kräfte sich in dem Konflikt gegenüberstehen. Wofür stehen die Kontrahenten, welche Absichten verfolgen sie? Wo in dem Krisengebiet finden sich gesellschaftliche Kräfte, die ein friedliches Zusammenleben ehrlich anstreben? Kommen sie als Bündnispartner zur Beilegung des Konfliktes in Frage?

Solange wir diese Antworten nicht haben, ist der heute bekanntgegebene Regierungsbeschluss voreilig. Wir sollten darauf drängen, dass die öffentliche Diskussion in aller Sorgfalt weitergeführt wird, wie es unser demokratisches Verständnis erfordert. Die Friedensforschung kann sicher einige wichtige Argumente beitragen.

 

[1] BBC Hardtalk im deutschen Fernsehen, 13.08.2014, 10:30 Uhr

 

 

 

Rede von Bernhard, Friedenstrommler

 

Liebe Sympathisanten/innen, Separatisten/innen, Verschwörungstheoretiker, Regimegegner, Terrorverdächtige,

ewig Gestrige. Liebe ungehorsame Menschen.

Schön, dass es euch gibt.

Ich kann mir vorstellen, dass viele von euch Antworten auf Fragen suchen, die sich zwangsläufig aus dem babylonischen Sprachgewirr der Medienberichterstattungen , aus Politikermund und dem ohnehin unkontrollierbaren Internet auftun.

 

Schuld-hin-und -her-zuweisungen, Behauptungen, unbewiesene Beweise Vermutungen, Unterstellungen.

 

Es wird ein Krieg der Worte ausgetragen. Das ist psychologische Kriegsführung frei nach George W. Bush über Gut und Böse, um den Einsatz von Militär und Waffen vorzubereiten. George double view, der mit dem Schwarz- Weiß- Blick auf die Achse der Welt.

Am Anfang des Krieges steht die Lüge und im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst.

Die orwellsche Täuschungstaktik der Eine-Welt-Regierung wird immer offensichtlicher:

 

Lügen werden zu Tatsachen. Politiker haben immer Recht.

Niemand darf ihnen Unwahrheit unterstellen.

 

Kriege und Waffenlieferungen werden zu friedensstiftenden Maßnahmen.

 

Aus Pazifisten werden Terroristen.

 

Menschen, die die Wahrheit aufzeigen, werden zu Verschwörungstheoretikern, die Hass und Bösartigkeiten verbreiten.

 

Aus Lügen werden Beweise, aus Angriff Verteidigung.

Aus Unrecht Recht.

 

Verträge werden gebrochen bevor die Tinte getrocknet ist, mit der sie unterzeichnet wurden.

Gesetze verlieren ihre Gültigkeit.

 

Bürgerrechte werden durch Bürgerpflichten ersetzt.

 

Aus staatlichen Medien wird eine Propagandamaschinerie.

 

Die Macht des Geldes steht über der Menschenwürde.

 

Ausbeutung von Mensch und Natur wird Wachstum genannt.

 

Die Gierigen werden zu Erfolgreichen.

 

Dummheit wird Bildungsziel und so zum Wegbereiter für Unterwürfigkeit.

Wissen ist Macht -Unwissenheit Ohnmacht.

 

„ Schöne neue Welt“...... ABER NICHT MEINE !

Ich will auch keine kleine grüne Monsantokekse essen müssen.

 

Schluss mit all den Lügen!

Wir wissen, wie Propagandalügen Menschen zu Lemmingen machen können und das Denken und Fühlen manipulieren. Wie eine bewusstseinsverändernde Droge.

 

Die Finanz- und Wirschaftsoligarchie verursacht in aller Welt Krisen, die zu Kriegen führen, um ihre Macht über den Rest der Weltbevölkerung zu verteidigen. Dieser Rest von über 99% wird unter Generalverdacht gestellt und überwacht.

 

Die Interessen der USA werden in aller Welt mit aller Macht durchgesetzt.

Krieg wird zur Politik mit anderen Mitteln.

 

Jede Wahrheit bleibt dabei auf der Strecke, weil sie unerwünscht ist.

Man könnte ja sonst beim Lügen ertappt werden.

Was nicht sein soll, darf nicht sein. Gell, Frau Merkel ? Schon gar nicht unter Freunden. So bleibt die Wirklichkeit geheim.

 

Unsere Schöne -Neue Welt- Kanzlerin Mutter Angela ist so blutleer, dass sie beim Lügen nicht mehr rot werden kann. Bei Obama sieht man`s eh nicht.

Stellt euch mal vor , Obama würde eine Rede an die Menschheit so beginnen: All men are free and equal...“ das wäre Realsatire!

 

Schaut euch statt Politshows lieber die Muppetshow an. Das ist wenigstens ehrliche Unterhaltung!

Von wegen „mächtigste Frau der Welt „. Das zeigt doch worum es geht: UM MACHT.

 

Niemand würde Merkel als die gerechteste Frau der Welt bezeichnen.

Aber viele meinen: Muttis sind immer gerecht.

Das deutet auf einen bedenklichen Entwicklungsstillstand hin!

Oder sind wir durch unsere Erziehung und Verbildung schon so traumatisiert und autoritätsgläubig, dass wir uns nicht mehr wagen, NEIN zu sagen ? Dass wir nicht aufbegehren und alles ohne Widerspruch geschehen lassen.

Nehmen wir doch mal unsere Kleinen zum Vorbild- die können das noch: Ihren Willen äußern und Nein sagen.

 

Frau Merkel, ich weis jetzt auch, was du immer mit deinen Händen machst.

Du formst sie zu einem kleinen, rautenförmigen Käfig, in dem du die Friedenstaube gefangen hältst!

Lass sie frei, denn an deinen Händen klebt das Blut deiner Waffenexportrekorde und der US-Drohneneinsätze von deutschem Boden aus.

 

Du hast einen Eid auf die Bibel geschworen. In der steht: „Du sollst nicht töten und auch kein falsches Zeugnis abgeben.

Ein Amtseid ist kein Freibrief, sich darüber hinwegzusetzen.

Aber dafür seid ihr ja immun.

 

So wahr uns Gott helfe: TRITT EINFACH ZURÜCK!

Das haben wir dir schon bei deiner Wahlkampfshow in Aschaffenburg nahe gelegt.

 

Nimm deinen Freund und Kenner deiner Intimsphäre gleich mit .

Aber vorher soll er seinen Friedensnobelpreis zurückgeben.

 

Na ja- Wunsch ist Wunsch.

 

Für Empörung ist es zu spät.

 

Wir müssen beginnen, uns gegen jedes Unrecht zu wehren.

Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Wir haben dazu ein im Grundgesetz verankertes Recht : das Widerstandsrecht in Artikel 20 GG ).

 

REDET ENDLICH ÜBER FRIEDEN, NICHT ÜBER KRIEG!

 

Wir brauchen keine Kriegsmächte, sondern eine Friedensmacht, die vom Wunsch aller Menschen nach Frieden getragen wird.

Dieser Wunsch hat eine starke Energie . Setzen wir sie frei und um!

 

Niemand soll Angst davor haben, von Liebe und Freiheit zu sprechen. Unser Überleben wird nicht von Hass, Krieg und Ausgrenzung getragen, sondern ist nur durch Frieden ohne Begrenzung möglich.

 

Lügen beschneiden die Freiheit und schüren den Krieg.

 

Platon hat einmal gesagt: „ Die Herrschenden dürfen ihre Bürger anlügen, weil sie die „echte“ Wahrheit kennen, diese aber verbergen müssen“.

Damit können Regierungen es rechtfertigen, systematisch Informationen vor der Bevölkerung zu verstecken.

 

Ein Beispiel: Die Geheimdienste, unisono Merkel und Obama, haben das massenhafte Ausspionieren abgestritten. Bis Snowden eben das enthüllte. Exakt die Argumentation Platons.

 

Aber jetzt mal zu Fakten:

 

Erst auf Anfrage der Linken im Bundestag wurde bestätigt, dass die Kleinwaffenexporte aus Deutschland boomen.

 

2013 erreichten sie einen Höchststand. Die Regierung Merkel genehmigte damals Ausfuhren von Waffen und Munition für 135 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 43 Prozent!

Allein nach Saudi- Arabien gingen Gewehre und Maschinenpistolen für 35 Millionen Euro.

 

Verglichen mit schweren Waffen werden weltweit die meisten Menschen durch diese Waffen getötet !!

Kleinwaffen sind die Massenvernichtungswaffen der Neuzeit.

Deutsche Rüstungsunternehmen verdienen am Export so gut wie nie zuvor.

Insgesamt hat sich der Wert aller ausgeführten Kriegswaffen im vergangenen Jahr um 60 Prozent erhöht – auf 2,119 Milliarden Euro.

Das sollte eigentlich nicht an die Öffentlichkeit kommen.

Na ja, war ja auch schon unter Geheimhaltung geschehen.

Nimm und stirb.

 

Ebenso klammheimlich, im Schatten der Krisen und Kriege, wird eine weitere Machtübernahme vorbereitet.

Das TTIP. Klingt doch irgendwie hipp- eigentlich niedlich.

 

Aber was steckt hinter diesem Freihandels- und Investitionsschutzabkommen ?

 

Glaubt mir, das wissen nicht einmal die meisten Abgeordneten, die es

absegnen sollen. Wer liest schon Lizenzvertäge von vorn bis hinten durch ?

 

Es bedeutet eine Weltregierung (da schließt sich der Kreis ) privater Finanzinteressen, frei von jeder Aufsicht von Regierungen .

 

Es bedeutet aber auch die Freiheitsberaubung und Versklavung demokratischer Strukturen durch die uneingeschränkte Macht monitärer Diktatur.

 

Allein die Investoren werden vor Regierungen und Widerständen geschützt.

                             

Einer der engsten Berater von George W. Bush sagte einmal zu einem Reporter der New York Times, auf dessen Fragen über die Politik der US- Regierung: „ Sie haben das nicht richtig verstanden. Wir erschaffen jetzt unsere eigene Realität.“

 

Am Sonntagabend hat Merkel ihre eigene politische Realität im Umgang mit dem Grundgesetz gezeigt.

Mit der Verkündung der Entscheidung, die schon letzte Woche getroffen wurde, hat die Regierung absichtlich bis Sonntagabend gewartet.

Eine mögliche Debatte sollte nicht in den Endspurt des Wahlkampfes in Sachsen fallen.

In kleiner Ministerrunde wurde nämlich beschlossen, für 70 Millionen Euro

Waffen an die kurdischen Peschmergakämpfer im Nordirak zu liefern.

Als milde Gabe des Deutschen Volkes .

 

Dieses großzügige Geschenk sieht so aus:

 

16 000 Sturmgewehre

       40 Maschinengewehre

    240 Panzerfäuste

    500 Panzerabwehrraketen

10 000 Handgranaten

 8 000 Pistolen

dazu gepanzerte Fahrzeuge

 

Bisher waren solche Waffenlieferungen in Krisengebiete für die deutsche Außenpolitik Tabu.

Aber mit Tabubrüchen kennt sich unsere Wendekanzlerin ja aus.

 

Die Abstimmung über diesen Bruch des Grundgesetzes heute im Bundestag hatte nur eine symbolische Bedeutung.

Dass diese Entscheidung verfassungswidrig und strafbar ist, könnt ihr im GG Art. 26 nachschlagen.

Wahrscheinlich muss sich schon wieder das Verfassungsgericht mit einer politischen Entscheidung befassen.

Nur so viel zum Amtseid, das Grundgesetz zu wahren.

 

Interessant ist auch die Feststellung der Regierung: man wisse sehr wohl, dass die Mehrheit der Bürger dagegen sei, aber man tut es trotzdem hemmungslos.

 

Über dem Eingang des Reichstags steht immer noch:

„ ALLE MACHT GEHT VOM VOLKE AUS „

 

ES IST AN DER ZEIT !!!!

 

Wir sagen JA !

 

JA zum Widerstand, wenn Grundgesetze und Menschenrechte gebrochen werden

JA zum Widerstand gegen Unterdrückung und staatliche Willkür.

 

JA zum Widerstand gegen Machtkonzentrationen.

 

JA zum Widerstand gegen jede Art von Krieg !

 

Wir sagen JA !

 

JA zu Mitmenschlichkeit in Freiheit und Frieden.

 

JA zu jedem, der sich dafür einsetzt.

 

Die Zukunft gehört der Gewaltlosigkeit

und der Versöhnung der Kulturen !

 

ES IST AN DER ZEIT!   - HÖCHSTE ZEIT !

 

 

 

Rede von Bernhard anlässlich unserer Anti-Waffendemo am 16.06.2012 in Aschaffenburg
 

Trommeln für den Frieden

 

Ich habe mich entschieden zu euch zu sprechen, weil mir Schweigen und Gleichgültigkeit Angst macht. 

Ich bin ein Kind dieser Welt, ein Bürger dieses Landes, das schon einmal Ausgangspunkt für Vernichtung war, für das es heute noch schuldig gesprochen ist. Ich möchte nicht, dass sich Geschichte wiederholt, dass wir von unserer Geschichte wieder eingeholt werden. Vielmehr wünsche ich mir ein Land, von dem Widerstand ausgeht.

Widerstand gegen Krieg, Zerstörung und Missachtung von Werten der Schöpfung. Ich möchte nicht, dass Wertschöpfung über alles gestellt wird.

Ich wünsche mir Widerstand gegen die menschenverachtende Herrschaft des Kapitals mit seinem Machtanspruch zur Beschränkung von Menschenrechten, Kriege zu seinem Machterhalt zu entfesseln, soziale Rechte mit der Brechstange auszuhebeln und Naturgesetze dem Profit unterzuordnen. All das darf nicht länger dem Tanz ums goldene Kalb geopfert werden!

Lasst uns mit Menschlichkeit Unmenschlichkeit besiegen.

Missachtung von Menschenrechten und die Zerstörung unserer Welt geht uns alle an.

Es ist höchste Zeit, Widerstand zu leisten. Noch können wir uns Widerstand leisten!

Es genügt aber nicht, sich über die Ungerechtigkeiten auf dieser Welt aufzuregen. Es ist wichtig, sich deren Eigendynamik bewusst zu werden, um sie zu beenden. Die Gier nach fortschreitendem Wachstum, Reichtum und Macht, ist ein Flächenbrand, der keine Grenzen kennt.

Alle herrschenden Regierungen geben vor, Ungerechtigkeit zu bekämpfen, indem sie den Brand mit Feuerwaffen löschen wollen. Gewalt erzeugt Gegengewalt!

Nach welchem Glaubensbekenntnis legen unsere Volkstreter ihren Eid ab? Die Eidesformel ist: „ Heiliger Wohlstandswahn, verschon mein Land, zünd andre an! „

Ungerechtigkeit ist überall mit Händen zu fassen. Unfassbar ist die Gleichgültigkeit und Arroganz der Nutznießer! Was sagt Ihr dazu, was denkt Ihr, was fühlt Ihr?

Sprecht einmal mit Menschen, die wegrationalisiert in die Hartz IV Hölle verstoßen wurden, während sich ihre Ausbeuter auf millionenschweren Polstern ausruhen dürfen und somit ihren Adelsstand erhalten.

Empört Euch!

Empört Euch gegen Energiemonopolisten, die mit ihren für Generationen nach euch, lebensbedrohenden Technologien den Staat- Uns alle – auf Millionenentschädigungen verklagen, weil wir ihnen Einhalt geboten haben!

Lasst es nicht zu, dass mit Waffen, auf denen Dein Name steht, gemordet wird, um Machtinteressen zu sichern.

Lasst Euch nicht einreden, unsere Wirtschaft sei gesund! Eines der deutlichsten Krankheitssymptome unserer Wirtschaft ist der, dass sie eine aufgeblähte Rüstungsindustrie braucht,

Selbst die noch führende Wirtschaftsmacht der Welt- die Vereinigten Staaten- müssen ihre Ausgaben für Gesundheit, Sozialleistungen und Bildung einschränken, um die Ausgaben für Rüstung leisten zu können.

Griechenland wird gezwungen, Sozialleistungen einzustellen, um gleichzeitig die Einfuhr deutscher Waffen zu erhöhen.

Dem dürfen wir uns nicht unterwerfen!

Das wäre kollektiver Selbstmord!

Wir sind keine Lemminge. Wir können umkehren.

Wir können reagieren und uns engagieren!

Unzufriedenheit ist der Ruf nach Frieden!

„You may say, I´m a dreamer,

but I´m not the only one.

I hope someday you`ll join us-

And the world will be as one”

 

 

Rede von Karl-Ernst am 07.09.2013 zum Thema

Waffenproduktion und –export unseres Landes

an der Antikriegs- und Friedensdemo am 7. September 2013 in Aschaffenburg

 

Der Tod kommt aus Deutschland

 

Die Militarisierung in der Welt schreitet weiterhin in großem Tempo voran. Mit dabei an vorderer Front die sogenannten westlichen Demokratien. Zu denen gehören wir ja bekanntermaßen auch. Ganz vorne sind wir bei der Produktion und dem Export von Waffen aller Art. Leider ist auch hier Made in Germany überall recht beliebt.

Nach Berechnungen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI ist Deutschland weiterhin hinter den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur weltweit. Rüstungsgüter gehen von hier in etwa 80 Staaten der Erde, darunter viele Entwicklungsländer. Die benötigen sicherlich alles andere als Waffen.

Besonders beliebt sind deutsche Waffen im Nahen und Mittlerem Osten: Geliefert wird unterschiedslos an Saudi-Arabien, Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Kuwait.

Alles Staaten, die entweder wegen ihrer Missachtung der Menschenrechte oder wegen ihrer Verstrickung in regionale Dauerkonflikte nie und nimmer deutsche Waffen erhalten dürften.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger schämen sich wegen dieser menschenunwürdigen Politik und sind empört.

Bis vor kurzem wurde auch noch an das Ägypten von Präsident Mursi geliefert.

Scheinbar alles nach dem Motto „Geld stinkt nicht“.

Uns stinkt diese Politik dermaßen, dass wir nicht umhin kommen, dies bei unseren Wahlentscheidungen maßgeblich mit einzubeziehen. Wir denken dabei nicht nur kurzfristig zurück zum Beispiel an die jetzige hoffentlich nur noch ca. 3 Wochen amtierende Regierung. Auch seinerzeit unter 7 Jahre Rot-Grün stiegen die Rüstungsproduktion und der Export gewaltig.

Die Einhaltung der eigenen Rüstungsexportrichtlinien aus dem Jahre 2000 oder der europäische „Code of Conduct“ ist zumindest der jetzigen Regierung keinen Pfifferling wert. Wir sind darüber empört.

Und wenn auch: Es ist doch ein Leichtes, Waffen an befreundete Staaten zu liefern, welche auf verschlungenen Wegen oder ganz offiziell diese Güter dann weitergeben.

Noch ein Wort zur „Mutter“ aller Falschargumente.

Die Produktion und der Export von Waffen schaffen Arbeitsplätze.

Aber zu welchem Preis? Viele Menschen in unserem Land wollen diesen amoralischen menschenverachtenden Preis nicht bezahlen. Wir nicht!

 

Wir empören uns über dieses Scheinargument.

Ein Kirchenmann hat einmal gefragt: Wie viel Blut eines Ermordeten ist uns ein deutscher Arbeitsplatz wert? Keiner, liebe Freundinnen und Freunde, kein einziger !!!

Das zweite Pseudoargument: Wenn wir es nicht machen, dann machen es andere. Unglaublich dieses Argument. Vor kurzem im Fernsehen wieder von einer CDU-Frau vorgetragen. Nichts, aber auch wirklich nichts würde auf der Welt besser werden, wenn dieses Argument allgemein gültig wäre.

Immer nur Einzelne oder Wenige haben positive Dinge angestoßen entgegen großer Widerstände von Macht- und Besitzstandsbewahrern und Beharrlichkeiten. Nichts würde besser werden in der Welt, wenn wir beim Schlechten bleiben, weil andere es auch tun.

Mit diesem Scheinargument wäre es nie zur Energiewende gekommen, da es die anderen ja auch nicht tun.

Wir schämen uns dieser deutschen Politik und tragen unsere lautstarke Empörung von hier aus in unser Land und in alle Welt. Natürlich nicht wir hier allein, sondern viele Gruppen und Organisationen, die in diesen Tagen um die Weltfriedenstag des 1. September, dem Beginn des zweiten Weltkrieges, sich diese Themas widmen.

Wir Friedenstrommler versprechen hier und in aller Öffentlichkeit, dass wir weiter machen und uns für eine bessere und friedlichere Welt einsetzen. Unterstützt uns dabei.

Vielen Dank für euer Zuhören.

 

 

 

Rede von Dorothea vor den Bundestagswahlen am 25.05.2013 in Aschaffenburg

 

Hinsehen und laut werden          

                                                                                                        

Als mit Einsetzen der Kreuzzüge in Europa Juden ausgegrenzt und rassistisch verfolgt wurden, wurde dem Volk weisgemacht, es gehe um den Schutz christlicher Seelen vor unchristlichen Machenschaften. Dass Landes- und Stadtherren, Kaiser und Päpste selbst den Juden den als unchristlich geächteten Geldverleih auf brutalste Weise aufgezwungen hatten, blieb ihr Geheimnis. Und ebenso, dass der millionenfache Mord an Juden für verarmte Landadelige und überschuldete Stadtfürsten ein sicheres Mittel war, sich Gläubiger vom Hals zu schaffen. Im selben Fahrwasser schwammen Gewerbetreibende, die sich mit Aufblühen des Fernhandels zu sehr in Schulden gestürzt hatten.

Das einfache Volk, hungrig, zerlumpt und in den Städten von landlos gewordenen Bauern zusammengedrängt, nahm die Propaganda als Wahrheit. Ihm fehlte alles Wissen über die Kräfte, die über eine Gesellschaft bestimmen.

Als unter dem Nationalsozialismus wiederum Millionen von Juden ermordet wurden, geschah dies unter dem Deckmantel von Gesetzen. 1933 wurde in Deutschland die Demokratie durch das Ermächtigungs gesetz abgeschafft. Das Gesetz ermöglichte es Hitler, am Parlament vorbei sein Terrorregime zu entfalten. Es wurde wirksam, nachdem die einzige Partei, die sich widersetzte, verboten worden war: die als antidemokratisch eingestufte KPD. Die Parteien, die sich demokratisch gaben, beugten sich. Die Konservativen und Liberalen stimmten dem Ermächtigungsgesetz zu, die Sozialdemokraten enthielten sich der Stimme. Bald war von demokratischen Parteien nichts mehr übrig.

Das Volk, geschunden durch den Ersten Weltkrieg, verarmt durch die Folgen von Demontage und Weltwirtschaftskrise und hochgradig verunsichert, suchte sein Heil in der Propaganda. Nur wenige von denen, die wussten, was bevorstand, hatten das Rückgrat, sich zu widersetzen. Nur wenige hielten unverrückbar daran fest, dass die Achtung der Menschenwürde oberstes Ziel menschlichen Zusammenlebens sein sollte.

Nach dem Dritten Reich sind die Parteien wiedererstanden, die sich Demokratie auf die Fahnen geschrieben haben. Sie und die neuen Parteien, die hinzukamen, tragen den Anspruch unseres Staatswesens mit, auf ein Leben in Frieden und ohne Diskriminierung hinzuarbeiten. Sie alle sind gefordert zu handeln, wenn das friedliche Miteinander in irgendeiner Weise gefährdet ist. Daran müssen sie sich messen lassen.

Und wir, das Volk, müssen das Maß anlegen. Auch wir sind gefordert, jeder von uns.

Heute kann keiner mehr sagen, er habe nichts gewusst. Heute haben wir tausend Möglichkeiten, Entwicklungen zu beobachten und den Dingen auf den Grund zu gehen. Das sollten wir nutzen, um den von uns gewählten Vertretern zu sagen, was wir von ihnen erwarten.

Wir können einschreiten,

-     wenn Rassismus und Fremdenfeindlichkeit um sich greifen. Die Umtriebe des Nationalsozialistischen Untergrunds sind nur ein alarmierendes Beispiel dafür, dass menschenrechtsfeindliche Kräfte sich auch in unserem Staat wieder ausbreiten können.

Wir können uns wehren,

-     wenn Menschen anderweitig ausgegrenzt werden, sei es durch Abdrängung in prekäre Arbeitsverhältnisse oder sei es dadurch, dass sie aus dem Arbeitsmarkt herauskatapultiert werden, weil unser Wirtschaftssystem den Unternehmen keine Verpflichtungen mehr gegenüber der Bevölkerung abverlangt.

Wir können protestieren gegen jede Form von Menschenrechtsverletzung,  Finanzzerrüttung, Waffenexporte, Kriege.

Wir können anklagen und aufstehen,

-     wenn unser Planet durch Raubbau, Klimasünden und  Atomtechnologie bedroht wird

-     wenn unsere Ressourcen durch massenhafte Produktion vorschnell schadhaft werdender Güter geplündert werden

-     wenn Geschöpfe dieser Erde grausam abgeschlachtet, eingepfercht, gequält oder verstümmelt werden oder wenn Mensch und Tier von ruchlosen Großkonzernen der Boden zum Leben entzogen wird.

Keiner kann uns verwehren, die Parteien auf ihre eigenen satzungs-mäßigen Ansprüche zu verweisen. Und keiner kann uns hindern, diejenigen, die wir als Volksvertreter wählen, für das zur Verantwortung zu ziehen, was sie tun und unterlassen.

Jeder von uns kann hinsehen, und jeder von uns kann laut werden. Werdet auch ihr laut. Mit euren Forderungen für eine bessere Welt.

 

Radiointerview von Radio99Prozent auf dem KOMMZ-Fest vom 03.August 2013 mit Karl-Ernst von den Aschaffenburger Friedenstrommlern

www.r99p.de/members/ocho/r99p329_130803_friedenstrommler.mp3/view

Achtung! ► 32 minuten

 

 

 

 

 

Am 11. März 2011 - 25 Jahre nach dem Super-Gau von Tschernobyl - beginnt im japanischen AKW Fukushima Daiichi ein weiterer Super-Gau. Die Atomkatastrophe dauert bis heute an, mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen ungeahnten Ausmaßes. Wie sicherlich die meisten von uns noch wissen, wurde damals nach Tschernobyl unsere Bevölkerung dahingehend beruhigt, indem uns versichert wurde, dass die veralteten maroden osteuropäischen Meiler mit unseren sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand befindlichen AKWs nicht zu vergleichen seien und so etwas mit größter Wahrscheinlichkeit nicht geschehen könne. Was ist die Antwort auf diese Lüge: Ein nicht marodes osteuropäisches, sondern ein technisch modernes japanisches AKW fliegt in die Luft. Und das ist sogar wörtlich gemeint. Haben wir nicht noch die immer wieder gezeigten Bilder des explodierenden AKW Fukushima Daiichi vor Augen. Wir wurden und werden seit Beginn der sogenannten, ich wiederhole- sogenannten friedlichen Atomkraftnutzung systematisch von der Atomlobby und der ihr angeschlossenen Politikerkaste betrogen und belogen. Wenn was passiert, sind wir, die gesamte Bevölkerung am „drannsten“. Und es muss gar nichts Dramatisches passieren. Schon im Normalbetrieb geben Atomkraftwerke radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Die von ihnen ausgehende Strahlung ist schon in geringen Dosen gesundheitsschädlich. Die Krebsrate bei Kindern ist im Umkreis von Atomkraftwerken deutlich erhöht. Man sollte einmal eine Umfrage starten unter Atommanagern und Politikern, wie viele von diesen in der Nähe von Atomkraftwerken ihren privaten Wohnsitz haben. Ich glaube schon die Antwort zu wissen.